Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Fachbereichs (Instituts) für Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik wurde der Preis 2012 erstmals vergeben und wird 2017 zum sechsten Mal ausgeschrieben (PDF des deutschen Calls/PDF des englischen Calls).

Egon Matzner (1938–2003) war von 1972 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998 Professor am Institut für Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik der Technischen Universität Wien. Querdenker, immer offen für neue Themen in der Ökonomie, Wissenschafter vor allem in den Bereichen Soziökonomie, Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik, politisch engagiert und kritisch begleitend – so haben viele Egon Matzner in Erinnerung. Matzner war aber auch prägend für Generationen von Planer/inne/n und Wissenschafter/inne/n, denn er hat immer junge Wissenschafter/innen in vieler Hinsicht gefördert und unterstützt.

Der Egon-Matzner-Preis für Sozioökonomie wird an junge Wissenschafter/innen (bis 35 Jahre) für wissenschaftliche Publikationen (begutachtete Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften oder Monographien in anerkannten wissenschaftlichen Verlagen) und hervorragende akademische Abschlussarbeiten (Diplomarbeiten, Dissertationen) vergeben. Insbesondere werden Arbeiten in folgenden Themenbereichen gefördert:

  • Sozioökonomie, heterodoxe Ökonomik
  • Evolutionäre Ökonomik
  • Institutionelle Ökonomik
  • Finanzwissenschaft und fiskalischer Föderalismus
  • Infrastrukturökonomie und -politik

Im Besonderen können Arbeiten ausgezeichnet werden, die

  • praktische und empirische Probleme in den oben genannten Bereichen auf Basis einer starken theoretischen Fundierung behandeln,
  • Grenzen von Denkschulen und Paradigmen überschreiten und/oder
  • interdisziplinäre Perspektiven aufzeigen.

Der Abschluss der Arbeit bzw. die Publikation sollte in den Zeitraum 2015 bis 2017 fallen. Der Preis ist mit 1.000 EUR dotiert, kann auch geteilt werden, und wird aus Eigenmitteln des Fachbereichs bestritten. Einreichungen können sowohl in deutscher als auch englischer Sprache verfasst sein. Die Vergabeentscheidung erfolgt durch eine prominent besetzte Fachjury, der Preis wird im Rahmen der jährlichen Jahrestagung des Fachbereichs (08. Juni 2017 in Wien) überreicht. Die/der Preisträger/in wird gebeten, im Rahmen der Jahrestagung einen kurzen Vortrag über die ausgezeichnete Arbeit zu halten.

Es wird um Einreichung der publizierten Arbeit oder der Abschlussarbeit (inklusive Begutachtung), zusammen mit einem Lebenslauf der Autorin / des Autors, in elektronischer Form an EMP@ifip.tuwien.ac.at; bei Fragen steht Univ.-Prof. Dr. Michael Getzner zur Verfügung, Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien (michael.getzner@tuwien.ac.at).

Einreichschluss ist der 15. März 2017. Die Juryentscheidung wird bis Ende April 2017 bekannt gegeben.

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Stefan Oppl
Der Einsatz von Arbeitsbeeinflussungssystemen zur Steuerung und Kontrolle von Arbeitsprozessen hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Dies geht einher mit einer Organisationssicht, die die sozialen und kognitiven Fähigkeiten und Bedürfnisse der Arbeitenden nicht berücksichtigt. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der soziotechnischen Arbeitsunterstützung ermöglichen die Einbindung der Arbeitenden in der Gestaltung von Arbeitsprozessen. Eine selbstermächtigende Gestaltung von Arbeitsprozessen unter Einsatz dieser Hilfsmittel ist aber nur möglich, wenn Arbeitende die zugrunde liegenden Repräsentationen verstehen, selbstständig manipulieren und deren Implikationen abschätzen können. Der vorliegende Artikel führt ein Gestaltungsmuster für Methoden zur Bildung dieses Verständnisses ein, die auf der kollaborativen Abstimmung mentaler Modelle mittels konzeptueller Modelle basiert. Anhand einer konkreten Umsetzung dieses Gestaltungsmusters und einer umfassenden praktischen Erprobung im Berufsbildungskontext wird gezeigt, dass die grundlegenden Gestaltungsziele erreicht werden konnten.
 

Schlagworte: Kollaborative Arbeitsmodellierung; Abstimmung mentaler Modelle; Selbstermächtigung von Arbeitenden; Bildung von Fähigkeiten zur Prozessmodellierung
Felix Ekardt
Freunde und Gegner verbinden ökonomische Umweltpolitikinstrumente mit bestimmten Grundansichten der neoklassischen Ökonomik, die die einen dann begrüßen und die anderen kritisieren. Dieser Beitrag möchte zeigen, dass ökonomische Instrumente auch (oder gerade) dann der wirksamste Politikansatz der Transformation zur Nachhaltigkeit sind und bleiben, wenn man jene Grundannahmen für falsch hält. Dies betrifft im Kern sechs Punkte: (1) das Verhältnis zu technischen Strategien und Suffizienzstrategien; (2) das Verhältnis zur Wachstumsgesellschaft; (3) das Verhältnis zur Kosten-Nutzen-Analyse; (4) die Überschätzung der Kosteneffizienz und die Unterschätzung des Lösungspotenzials für zentrale Steuerungsprobleme; (5) die nicht weiterführende Diskussion um den Homo oeconomicus; (6) die Eignung ökonomischer Instrumente zur parallelen Lösung verschiedener Umweltprobleme.

 

Schlagworte: ökonomische Instrumente; ökonomische Bewertung; Kosten-Nutzen-Analyse; Nachhaltigkeit; Klimaschutz
Janosik Herder
In den vergangenen Jahren wurden klassische Theorien über Migration vom Ansatz der Autonomie der Migration grundlegend herausgefordert. In diesem Aufsatz möchte ich zeigen, dass dieser Ansatz der Autonomie der Migration ein uneindeutiges Verständnis von Autonomie nutzt. Diese Uneindeutigkeit führt zu zwei unterschiedlichen Vorstellungen von Autonomie im Bezug auf Migration. Für die erste Version ist Migration eine absolut autonome Kraft, die zwar Gegenstand von Kontrolle ist, aber unabhängig vom politischen und ökonomischen Kontext existiert. Für die zweite Version ist Migration relational und steht in einem vagen Verhältnis zu ihrem Kontext. Ich untersuche diese Uneindeutigkeit, indem ich die Idee der Autonomie mit Bezug auf Gilles Deleuzes Konzepte von Virtualität und Aktualität reflektiere. Deleuzes Vorstellung von Autonomie ist auf den ersten Blick wenig intuitiv – das grundlegende Argument meines Aufsatzes ist allerdings, dass diese Vorstellung ernst genommen werden sollte, um den Ansatz der Autonomie der Migration weiterzudenken. Autonomie nach Deleuze, so möchte ich schließlich zeigen, muss als eine Form der Wiederholung verstanden werden.

 

Schlagworte: Migration; Autonomie; Deleuze; Wiederholung; Virtualität
Aram Ziai
Gayatri Spivak zufolge ist das Problem subalterner Artikulation, dass den Subalternen 1. die Fähigkeit und 2. die Möglichkeit fehlt, ihre Interessen zu vertreten, sowie dass 3. ihre Artikulationen nicht „gehört werden’, d,h, keine politischen Konsequenzen haben. Seit seiner Etablierung 1994 dient das Inspection Panel der Weltbank als Rechenschaftsmechanismus in dieser internationalen Organisation. Von Weltbankprojekten negativ betroffene Menschen haben die Möglichkeit, dort eine Klage im Hinblick auf die Verletzung sozialer und ökologischer Standards einzureichen. Während einige WissenschaftlerInnen argumentieren, dass das Panel so zu einer Demokratisierung der global economic governance geführt hat, untersucht dieser Beitrag anhand einer empirischen Fallstudie, ob und inwiefern es tatsächlich Subalternen eine effektive Stimme verleiht.

 

Schlagworte: Weltbank; Inspection Panel; Rechenschaftspflicht; postkoloniale Studien; Uganda

Das Institut für Strategie, Technologie und Organisation der WU Wien unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christopher Lettl besetzt ab März 2017 für die Dauer von 18 Monaten¹ (post-doc) bzw. 30 Monaten¹ (prae-doc) eine Stelle als Drittelmittelfinanzierte/r Projektmitarbeiter/in (40h/Woche für post-doc; 30h/Woche für prae-doc)

Zu den Aufgaben zählen:

  • Planung und Durchführung von erstklassigen, praxisrelevanten Forschungsprojekten im Themenfeld Strategie, Technologie und Organisation, insbesondere im Bereich Crowdsourcing
  • Verfassen von Förderanträgen zur Einwerbung von Drittmitteln
  • Planung und Durchführung von interaktiven Lehrformaten auf Bachelor- und Masterebene
  • Unterstützung des Institutes bei der Verwaltung von Lehr- und Forschungsaufgaben

Wir bieten:

  • Zugang zu internationalen Top-Universitäten (z.B. Harvard Business School, Massachusetts Institute of Technology, Berkeley, Bocconi, WHU) und Top-Forscher/inne/n
  • Starker Track Record des Instituts in der Forschung
  • Intensiver Forschungsdialog im Team
  • Enge Kooperation mit heimischer und internationaler Wirtschaft (z.B. A1, Kapsch, IBM, Lego) in Forschung und Lehre
  • Mitentwicklung der Institutskultur in unternehmerischer Atmosphäre auf neuem Universitätscampus gemeinsam mit jungem, dynamischen Team
  • Hohen Impact und hohes Maß an Verantwortung

Wir suchen Kandidat/inn/en mit folgenden Kenntnissen und Qualifikationen:

  • Abgeschlossenes Diplom-/Masterstudium (für prae doc) bzw. abgeschlossenes PhD/Doktoratsstudium (für post-doc) der Wirtschaftswissenschaften
  • Kenntnisse im Bereich Strategie, Technologie und Organisation
  • Kenntnisse in empirischer Sozialforschung/statistischen Methoden
  • Ausgezeichnete Präsentationsfähigkeiten
  • Erfahrung im Projektmanagement
  • Ausgezeichnete Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Leistungswille und hoher Grad an Motivation
  • Eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln

Zusätzlich für post-doc Kandidat/inn/en:

  • Publikationen in bzw. einreichfähige Manuskripte für renommierte wissenschaftliche Zeitschriften im Bereich Strategie, Technologie und
  • Organisation, vorzugsweise im Themenfeld Crowdsourcing
  • Erfahrung in der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

¹In Abhängigkeit von Anrechnungsmöglichkeiten kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen. Eine längerfristige Beschäftigung ist wünschenswert, bedarf aber einer erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln.

 

Weitere Details und Einreichung Ihrer Bewerbungsunterlagen bis 14.12.2016 unter www.wu.ac.at/karriere/arbeiten-an-der-wu/jobangebote/ 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Mag. Nadine Moser (nadine.moser@wu.ac.at).

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

 

Das Ende der Mittelschicht? Die Entwicklung der Einkommensverteilung in Österreich und Europa

Stefan Kranzinger, Judith Derndorfer

 

In letzter Zeit rückte die Entwicklung der Mittelschicht vermehrt in den Fokus der öffentlichen Debatte. Um Fragen bezüglich der Einkommensverteilung in Europa und Österreich zu beantworten, untersucht dieser Beitrag die Entwicklung von drei Einkommensschichten in 20 europäischen Ländern. Dafür wird mithilfe des EU-SILC-Datensatzes die Verteilung der verfügbaren Äquivalenzeinkommen zwischen 2004 und 2012 analysiert. Auf europäischer Ebene wird versucht zu klären, ob Länder desselben Wohlfahrtsstaatsregimes ähnliche Veränderungen in ihrer Einkommensverteilung aufweisen. Auf Länderebene wird die Lage Österreichs vertieft behandelt. Hierbei wird auf die Haushaltszusammensetzung nach Einkommensschichten und die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise eingegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich wohlfahrtsstaatliche Gemeinsamkeiten innerhalb von konservativen, liberalen und postsozialistischen Typen erkennen lassen. In Bezug auf die Mittelschicht kann gezeigt werden, dass sich diese in knapp mehr als der Hälfte der untersuchten Länder vergrößert. Nicht so in Österreich, wo es zu einem Rückgang der Mittelschicht von -4,2 % gekommen ist.

 

Schlagworte: Mittelschicht; Einkommensverteilung; Österreich; EU-SILC
Rainer Land

 

Die Diskussion um Auswege aus der ökologischen Krise lässt sich drei Grundrichtungen zuordnen: a) Umbau unter Dominanz wirtschaftlicher Ziele, b) Postwachstum: Reduzierung bzw. Beendigung des Wachstums und c) Green New Deal: Umbau durch einen Innovations- und Investitionsschub unter Dominanz gesellschaftlicher Zielsetzungen. Im Unterschied zum New Deal der Roosevelt-Regierung in den 1930er Jahren fehlt dem Green New Deal noch eine makroökonomische Theorie und Strategie. Fokus heute müsste der Aufbau einer grundsätzlich neuartigen metabolisch naturintegrierten Industriellen Ökologie sein, orientiert am Prinzip der Umweltkonsistenz. Zum sozialen Umbau sollte die Rückkehr zu einer teilhabeorientierten Einkommensentwicklung aller Arbeitnehmer bei gleichzeitigem umweltkompatiblen Wandel der Konsumpräferenzen und der Einkommensverwendung gehören. Zwei spezifische umweltökonomische Strategien wären wissenschaftlich auszuarbeiten: a) eine durchgängige Bewirtschaftung aller ökologischen Ressourcen (Energie, Rohstoffe, Ökosysteme, Boden, Senken). Und b) die wirtschaftliche Entwicklung der Industriellen Ökologie durch kreditfinanzierte Innovationszyklen nach Schumpeter.

 

Schlagworte: Umweltökonomie; Green New Deal; Ressourcenbewirtschaftung; Makroökonomie; Innovationszyklen

 

Susanne Reither

 

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Finanzialisierungstendenzen in Brasilien und deren Auswirkungen auf die Stabilität des Finanzsektors. Trotz der relativ stabilen makroökonomischen Rahmenbedingungen traf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise Brasilien maßgeblich. Das ist zurückzuführen auf die vorangeschrittene Finanzialisierung, die Schwankungen am internationalen Finanzmarkt und insbesondere der Wechselkurse verstärkten. Zwar wurden vonseiten der brasilianischen Regierung eine Reihe von nachfragestimulierenden und anti-zyklischen Krisenmaßnahmen umgesetzt, den Finanzialisierungsprozessen konnte damit jedoch nicht entgegengewirkt werden. Die finanzielle Expansion und die Integration des brasilianischen Finanzmarktes in den internationalen Finanzmarkt führten zu einer starken Anfälligkeit der brasilianischen Wirtschaft für die Entwicklungen des internationalen Finanzmarktes und das Investitionsverhalten der internationalen InvestorInnen. Das unterstreicht die Schwierigkeit der Wahl von effektiven finanzmarktstabilisierenden Maßnahmen angesichts der zunehmenden Finanzialisierung.

 

Schlagworte: Finanzialisierung; Finanzmarktstabilität; Peripherie; Dependenz
Christian Fuchs

 

Bei der österreichischen Bundespräsidentschaftswahl 2016 kam es zu einer Stichwahl zwischen dem grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen und dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer. Dieser Artikel fragt: Wie haben die Wähler/innen Hofers ihre Unterstützung auf Facebook ausgedrückt? Der Aufsatz präsentiert die Ergebnisse einer qualitativen Ideologieanalyse von 6755 Kommentaren, die auf den Facebookseiten von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und FPÖ-Kandidat Hofer gepostet wurden. Die Forschungsergebnisse verdeutlichen, welche politische Rolle die Führerideologie, Nationalismus, neuer Rassismus, das Freund/Feind-Schema und Militanz im Onlinebereich spielen. Rechtsextremismus 2.0 ist ein komplexes Problem, das im Kontext von heutigen Krisen und Demagogie zu betrachten ist.

 

Schlagworte: Facebook; soziale Medien; Neuer Rassismus Online; Online-Nationalismus; Rechtsextremismus Online; Österreichische Bundespräsidentschaftswahl 2016; Freiheitliche Partei Österreichs; FPÖ; Alexander Van der Bellen; Norbert Hofer; Heinz-Christian Strache; Ideologie

 

Rezension

Mareike Gebhardt

 

„Formwandel der Verfassung. Die postdemokratische Verfasstheit des Transnationalen“ von Kolja Möller im Verlag Transcript, 2015, Bielefeld.

 

An der Universität Lausanne in der Schweiz sind in einem Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Jean-Christophe Graz zu „Transnational private regulation, production regimes, and power resources (PR3)“ zwei Stellen ausgeschrieben. Im Zentrum stehen dabei u.a. Fragen von Arbeitsregulierung:

Stepping back from conventional debates on the overall effectiveness of transnational private regulation, the project focuses instead on agency: the effect of private regulation on the capacity of those involved, especially workers, to act in local contexts. This shift in perspective allows us to explore how different types of transnational labour regulation, different national settings and different firm-level contexts of application combine to form what we call hybrid production regimes. The study examines how those regimes vary in the degree to which they support workers’ collective capacity to take action to improve their own conditions of employment.

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

 

Emanzipatorische Aspekte der Arbeitszeitregulierung

Martin Risak

Anhand der Geschichte der Reglementierung der Arbeitszeit in Österreich, wie sie sich in den Gesetzesmaterialien und parlamentarischen Debatten widerspiegelt, wird der Frage nachgegangen, ob emanzipatorische Argumente bei der Erlassung einschlägiger Gesetze eine Rolle gespielt haben und welchem Wandel die Zielsetzung der Arbeitszeitgesetzgebung unterlegen ist.

Schlagworte: Arbeitszeit; Recht; Arbeitstag; Arbeitswoche; Flexibilisierung; Deregulierung mehr…

An der Universität Bremen findet von 21.-23. September 2016 ein Young Scholars Workshop zum Thema „Interdisciplinary Perspectives on Global Finance: Taking Stock“ der Forschungsgruppe zu „Transnational Political Ordering in Global Finance“ statt. Aus dem Call for Papers (PDF):

The Young Scholars’ Workshop seeks to take stock of the diversity in global finance in two ways: First, we want to bring together junior scholars, PhD students as well as Post‐docs, and Junior Professors, with an interest in interdisciplinary exchange, that are conducting empirical research on all aspects of global finance. Second, we seek to identify common themes (empirical and methodological) as well as promising theoretical approaches across disciplines to come to a more encompassing understanding of
global finance as a social and political phenomenon.

Proposals mit rund 300 Wörtern können bis 20. Mai 2016 unter berit@uni-bremen.de eingereicht werden

ICAE-SomAk2016-logoDas Forschungsinstitut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (Institute for the Comprehensive Analysis of the Economy, ICAE) lädt von 3. und 4. Juni 2016 zu seiner 7. Sommerakademie in den Linzer Wissensturm, dieses Mal zum Thema „Globalisierung und Konzernmacht – Zur Moral des Profits im 21. Jahrhundert“. Aus dem Programmheft (PDF):

Mit der Verschärfung der Globalisierung und der zunehmenden Internationalisierung der Wirtschaft seit den 1980er-Jahren haben sich die Spielräume und Machtpotentiale für global operierende Konzerne sukzessive erweitert. Diese Veränderungen führen zu einem „Standortwettbewerb“ der Nationalstaaten, der den politischen Handlungsspielraum be- schränkt. Die Auswirkungen dieses Standortwettbewerbs sind vielseitig und führen zu einem steigenden Druck auf ArbeitnehmerInnen(rechte) sowie einem verengten Handlungsspiel- raum für Kleinbetriebe. Der Standortwettbewerb und die neu gewonnene Macht transna- tionaler Konzerne stehen also in engem Zusammenhang – etwa im Kontext von Lobbyis- mus, Steuervermeidungsstrategien, der Umgehung von Arbeits- und Menschenrechten und der Aneignung von Eigentum in den Bereichen Land, Bodenschätze, Wissen und Bio- diversität. Vor diesem Hintergrund legt die diesjährige Sommerakademie ihren Fokus auf die diversen Mechanismen, Erscheinungsformen und Auswirkungen von Konzernmacht.

Das detaillierte Programm findet sich auch auf der ICAE-Homepage, hier geht es zur Online-Anmeldung. Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 30,00. Für SchülerInnen, StudentInnen und Arbeitslose ist die Teilnahme kostenlos.

Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

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logo-ECSWRPThe European Centre for Social Welfare Policy and Research invites scholars and experts with expertise in innovative approaches in labour market policy and health and social care (long-term care) arrangements in Eastern European countries to submit an abstract for either an academic paper or a good practice. From the Call for Papers:

Innovative approaches can provide answers to economic and societal challenges such as demographic change, the current migration wave, and the unequal distribution of wealth. In order to improve European cohesion, the European Centre for Social Welfare Policy and Research aims at constructing new bridges between stakeholders, sectors, countries, policies, and systems in the field of social welfare. In this context, the European Centre will organize a launch event to further focus its activities in the EU acceding countries of Eastern Europe and countries of the Eastern Partnership.

The call for abstracts on academic papers and good practice is open until 27 May 2016.