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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, begutachtete („peer review“)  Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge (siehe dazu die Richtlinien für Beitragseinreichung) und über Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Privilegierung und Ausgrenzung in Bildungsprozessen: Soziale Ungleichheit im Lehramt beforschen

Katarina Froebus, Susanne Kink-Hampersberger und Veronika Wöhrer

Abstract:

Dieser Beitrag stellt ein Forschungsprojekt vor, in dem gemeinsam mit Studierenden soziale Ungleichheit in Schule und Universität beforscht wird. Die Auseinandersetzung mit der Reproduktion sozialer Ungleichheit in Bildungsinstitutionen dient dazu, Habitusreflexivität zu entwickeln und das eigene Handeln als Lehrende hinterfragen und reflektieren zu können. Die Mechanismen der Privilegierung und Ausgrenzung in Bildungsprozessen werden sowohl auf der Ebene der eigenen Erfahrungen als auch in Auseinandersetzung mit Theorien zu sozialer Ungleichheit zugänglich gemacht und in eigene Forschung übersetzt. Im Fokus des vorliegenden Beitrags stehen entsprechend Erfahrungen der Studierenden mit Kategorien sozialer Differenzierung und die Frage danach, wie ausgehend von der Einsicht in die strukturelle Dimension sozialer Ungleichheit Reflexionsprozesse angestoßen werden können.
Schlagworte: Habitusreflexivität; Soziale Ungleichheit; Lehramt

 Class Matters: Philanthropie US-amerikanischer Haushalte

Selim Banabak, Tamara Premrov, Eva Six und Sarah Beran

Abstract:

Das vorliegende Papier untersucht die Determinanten des Spendenverhaltens von US-amerikanischen Haushalten in Hinblick auf die Spendenbeteiligung und Spendenhöhe. Die Analyse basiert auf amerikanischen Umfragedaten des Survey of Consumer Finance (SCF) des Jahres 2016. Die Ergebnisse bestätigen, dass Haushalte am unteren Ende der Verteilung einen größeren Teil ihres Einkommens und Vermögens als reiche Haushalte spenden. Dennoch sind die absoluten Spendenbeträge von wohlhabenden Haushalten und Haushalten mit hohen Einkommen am höchsten, wodurch sich der Umstand ergibt, dass deren relative Belastung zwar geringer ist, sie allerdings größeren Einfluss auf das Angebot von sozialen, kulturellen und bildungspolitischen Leistungen haben. Erstmalig betrachten wir das Spendenverhalten entlang von ökonomischen Klassen. Obwohl kapitalbesitzende Haushalte nur 11 % aller Haushalte ausmachen, erbringen sie 67 % des Spendenvolumens. Darüber hinaus wird auch hier deutlich, dass lohnabhängige Haushalte einen niedrigeren Anteil ihres Einkommens für karitative Zwecke aufwenden, jedoch einen höheren Anteil ihres Vermögens.
Schlagworte: Philanthropie; Spenden; Altruismus; SCF
Die vorliegende Untersuchung präsentiert eine empirische Untersuchung zu Geschmackspraktiken junger Menschen auf Facebook. Dies beinhaltet eine Untersuchung von Pierre Bourdieus These zur sozialen Abgrenzung, dargelegt in seinem Buch Die Feinen Unterschiede und dessen Anwendbarkeit in der heutigen Zeit. Es wird argumentiert, dass eine kantische Ästhetik als Leitprinzip für Praktiken „legitimen“ Geschmacks fungiert und damit Mechanismen der sozialen Distinktion im Bourdieusi’schen Sinne bestätigt. Das Papier argumentiert weiter, dass das Prinzip der kantischen Ästhetik insbesondere für die Darstellung kosmopolitischer Ästhetik unter jungen, gut ausgebildeten Menschen auf Facebook gilt. Auf diese Weise wird argumentiert, dass während der Feldbeobachtung Mechanismen der Legitimität, Konvertierbarkeit und Dominanz identifiziert wurden, welche die Zeitgenossenschaft des kulturellen Kapitals in einem digitalen Feld und Bourdieus These der sozialen Distinktion unterstützen.
Schlagworte: soziale Abgrenzung; kantische Ästhetik; kulturelles Kapital; kosmopolitischer Geschmack

Deutungsrahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik: ein deutsch-österreichischer Vergleich von diskursiven Frames aus Anlass von 50 Jahren Arbeits(markt)förderungsgesetz

Markus Griesser

Abstract:

Mit dem Arbeitsmarktförderungsgesetz (AMFG) bzw. dem Arbeitsförderungsgesetz (AFG) wurde Ende der 1960er-Jahre in Österreich und Deutschland unter vergleichbaren ökonomischen Ausgangsbedingungen ein weitreichender Policy-Wandel im Politikfeld staatlicher Arbeitsmarktpolitik vollzogen. Die Art und Weise, wie dies geschah, war dabei zentral vom schwedischen Modell einer aktiven Arbeitsmarktpolitik geprägt, das als Beispiel guter Praxis von internationalen Organisationen wie insbesondere der OECD propagiert wurde. Der vorliegende Artikel untersucht die diskursiven Deutungsrahmen, die mit den Reformen im politischen Diskurs der beiden Länder verbunden waren. Dadurch soll es gelingen, in international vergleichender Perspektive einen Beitrag zu einem vertieften Verständnis von Policy-Wandel zu leisten.
Schlagworte: Aktive Arbeitsmarktpolitik; Kritische Diskursanalyse; Interpretative Policy-Analyse; Keynesianischer Wohlfahrtsstaat; Historische Sozialforschung
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Wann?        02. – 08. September 2019
Wo?            Im Studierendenhaus der Cusanus Studierendengemeinschaft, Bernkastel-Kues, Jugendherberge 1
Was?           Herbstakademie unter dem Motto „Im Zweifel für den Zweifel?!“ – Die Anmeldung ist ab jetzt geöffnet!
Vom 02.-08. September werden wir in der alten Jugendherberge in Bernkastel-Kues zusammenkommen, um uns gemeinsam und abseits akademischer Zwänge mit „Zweifel“ auseinandersetzen. Wir werden an das Thema philosophisch und praktisch, körperlich und kognitiv, kreativ, laut und leise herangehen. Dabei möchten wir Raum lassen für die vielen Möglichkeiten des Zweifelns, für die kollektive Überwindung dessen durch (politisches) Handeln genauso wie durch den Blick nach innen, in uns, in Strukturen und Gesellschaft. Und wir hoffen, Euch mit dabei zu haben!
Durch Kurse, Inputs, Workshops & Kulturprogramm werden wir uns gemeinsam dem Thema nähern, und uns dabei Zeit für gemeinsame Diskussionen aber auch für (self-)Care nehmen, und einen Lernraum ermöglichen. Worum es in unseren Vorträgen und den Kursen geht, die ihr während der Woche besuchen könnt, findet ihr im Programm im Anhang!
 
Ab jetzt könnt ihr euch für die Herbstakademie anmelden. 
Wir möchten sensibel mit der unterschiedlichen finanziellen Situation unserer Teilnehmer*innen umgehen, und bitten euch daher um einen gestaffelten Teilnahmebeitrag zwischen 40€ und 150€. Wir freuen uns außerdem, wenn ihr auch mit Kind(ern) an der Herbstakademie teilnehmt, daher wird es eine Kinderbetreuung geben. Alle Infos rund um die Anmeldung findet ihr hier: https://cusanus-studierende.de/2019/05/20/einladung-zur-herbstakademie-2019/
Noch Fragen? Direkt anmelden? Schreibt uns gerne unter cusanus-herbstakademie@posteo.de

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, begutachtete („peer review“)  Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge (siehe dazu die Richtlinien für Beitragseinreichung) und über Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

„Globales Prekariat“? Ungleiche und kombinierte Informalisierung als sozialwissenschaftliche und politische Herausforderung

Bert Bach und Karola Blaha

Abstract:

Bach/Blaha versuchen in ihrem Beitrag eine globale Einordnung von prekären Arbeitsverhältnissen in konzeptueller und empirischer Hinsicht. Ausgangspunkt ist die seit den 1990er-Jahren intensiver geführte Prekarisierungsdebatte, die sich auf institutionelle Kontexte des globalen Nordens bezieht. Mit Verweis auf die schon länger zurückreichende und auf breitere, vielfältigere Phänomene im globalen Süden fokussierende Diskussion zu informeller Beschäftigung und Informalisierung präferieren die AutorInnen den Begriff der Informalisierung als übergeordneten, global verwendbaren bzw. weniger kontextabhängigen Begriff, um Phänomene der Unsicherheit und Verwundbarkeit sowie Verbindungen zwischen formalen und informellen Beschäftigungssegmenten etwa im Rahmen transnationaler Wertschöpfungsketten zu fassen. Vor dem Hintergrund einer sehr eingeschränkten Datenlage unternimmt der Beitrag den Versuch einer Quantifizierung verschiedener Beschäftigungsformen im globalen Rahmen, um sich einer globalen Klassenstruktur anzunähern. Der zweite Teil des Beitrags schließt an diese empirischen Befunde an und geht der Frage nach, welche Herausforderungen für die Organisation und Artikulation von Interessen von informell Beschäftigten sowie von subaltern Arbeitenden generell damit verbunden sind. Mit Bezugnahme auf Machtressourcenansätze werden Überlegungen zu Möglichkeiten und Barrieren der Organisierung angestellt.
Schlagworte: Prekarisierung; prekär; Prekariat; Informalisierung; informelle Beschäftigung; Klassenstruktur; global; Organisierung; Gewerkschaften; Machtressourcen

“Ausgelagert und unsichtbar: Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche

Karin Sardadvar

Abstract:

Der Beitrag beschäftigt sich damit, in welcher Weise Reinigungsarbeit – als ein typischer Bereich sogenannter „Einfacharbeit“ – in den vergangenen Jahrzehnten von Auslagerungen betroffen war und wie sie davon geprägt wurde. Er stellt aktuelle Branchencharakteristika und Beschäftigungsbedingungen zur Reinigungsbranche in Österreich im internationalen Kontext dar und argumentiert, dass die mit der Auslagerung verbundenen Veränderungen der Reinigungsarbeit problematische Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen verstärken. So tragen insbesondere die verbreiteten Arbeitszeiten an den Tagesrändern zu einer Unsichtbarmachung der Arbeit bei, die einer mangelnden Anerkennung weiter Vorschub leistet. Die Tendenz zur gesellschaftlichen Unsichtbarmachung spiegelt sich daneben auch in der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen (Nicht-)Zuwendung zu „Einfachdienstleistungen“ und der Reinigung im Speziellen wider. Der Beitrag geht weiters auf die Rolle des Wohlfahrtsstaates in der Gestaltung der Arbeits- und Lebensbedingungen von in „Einfachdienstleistungen“ Beschäftigten ein. Abschließend weist er auf Ansatzpunkte für Verbesserungen auf unterschiedlichen Ebenen hin.
Schlagworte: Reinigungsbranche; Dienstleistungssektor; Auslagerungen; Arbeitszeiten; Fragmentierung der Arbeit

Astrid Mager und Katja Mayer

Abstract:

Gesundheits-Apps und Tracking-Geräte zum Messen, Speichern und Verarbeiten von Körperdaten sind weltweit im Vormarsch. In unserem Artikel verwenden wir verschiedene Ansätze aus Wissenschafts- und Technikforschung (STS), Surveillance Studies und Medizin-Soziologie um diese globalen Trends der Körperdatenerfassung in gesundheitsbezogenen Kontexten erfassen und theoretisieren zu können. Wir stellen das post-digitale Konzept des „data body“ als Schnittpunkt von Online- und Offline-Welten, individuellen und kollektiven Dimensionen, privaten und öffentlichen Aspekten vor, wobei wir besonderes Augenmerk auf die Verschränkung des physischen Körpers mit seinen Datendimensionen legen. Der data body soll so in seinen Ausprägungen zwischen Empowerment und sozialer Kontrolle besser wahrnehmbar werden. Abschließend diskutieren wir, wie data bodies im Hinblick auf Eigentumsrechte, Pflege und Kontrolle sowohl von Individuen als auch Gemeinschaften in Zukunft gehandhabt werden können.
Schlagworte: Quantified Self; digitale Gesundheit; Datenpolitik; Überwachungsmedizin; PatientInnen-Selbstermächtigung

Dynamiken der ‚Sharing Economy‘ zwischen Commons und Kommodifizierung

Leonhard Dobusch

Abstract:

Vor dem Hintergrund akademischer Debatten über Wohl und Weh der sogenannten „Sharing Economy“ führt dieser Essay die Unterscheidung zwischen allmende-basierten und markt-basierten Formen von Sharing Economy ein. Mit Hilfe einer von Polanyi inspirierten Perspektive auf diese beiden Typen von Sharing Economy lassen sich in der Folge nicht nur gegenläufige Entwickungslinien zwischen Allmende und Kommodifizierung in Abhängigkeit der jeweiligen Plattform-Governance identifizieren. Darüber hinaus lenkt so eine Betrachtungsweise auch die Aufmerksamkeit auf Externalitäten, die üblicherweise mit der Ausdehnung von Marktlogiken in neue, zuvor nicht-marktliche Bereiche verbunden sind.
Schlagworte: Sharing Economy; allmende-basierte Produktionsweise; Externalitäten
20.Mai.2019

inequalityin.eu

Das Projekt www.inequalityin.eu führt die verschiedensten Datensätze zum Thema Ungleichheit innerhalb der EU zusammen und bereitet sie leicht zugänglich auf. Ökonomisches Ungleichgewicht und große Diskrepanzen in den Lebensbedingungen stellen für die Europäische Union eine wachsende politische Herausforderung dar – erstarkende nationalistische Bewegungen werden unmittelbar durch diese Realitäten geschaffen. Für die Zukunft der Europäischen Union ist der Umgang mit diesen Tatsachen maßgeblich.

www.inequalityin.eu setzt an, der interessierten Öffentlichkeit statistische und praktische Werkzeuge in die Hand zu geben um eigenständig auf mehr Gleichheit und Gerechtigkeit hinwirken zu können und sich so für ein gemeinsames, solidarisches Europa stark zu machen.

Die Bemühungen um ein gemeinsames, gerechtes Europa bedürfen eines breiten Bündnisses. Unsere Daten sind für alle zugänglich, sie dürfen und sollen vielfach geteilt, weitergeleitet, in Lehrveranstaltungen, Workshops und anderen Aktivitäten verwendet werden.

Über Rückmeldungen und einen kritischen Diskurs, das Thema betreffend, würden wir uns sehr freuen, denn der Entstehung gangbarer Alternativen geht immer eine Bewusstseinsschaffung der gegebenen Realitäten voraus.

Bildschirmfoto 2019-04-12 um 18.27.15

Wir möchten uns hiermit bei allen Menschen bedanken, die bisher überaus spannende und vielversprechende Abstracts eingereicht haben. Gleichzeitig möchten wir all jenen, die noch keine Zeit hatten ein Abstract für Momentum19: Widerspruch zu verfassen, die Möglichkeit geben in einer zweiten Anmeldephase noch ein Forschungspapier, einen Praxisbericht oder ein Policy-Paper einzureichen. Bis 30. April bitten wir um die Einsendung (anmeldung@momentum-kongress.org) eines 1-2 seitigen Abstracts zu einem der 10 Tracks, bitte nennt uns auch einen Alternativtrack, sollte eure Erstwahl bereits überbucht sein. Wir freuen uns auf alle Einreichungen und einen spannenden Kongress. In Kürze folgen weitere Informationen zum Rahmenprogramm.

Buchpräsentation und Diskussion

Montag, 6. Mai 2019, 16.30-18.00h

VinziRast – Lokal „mittendrin“, DG, Währingerstr. 19,1090 Wien
Metrics rules. Quantifizierende Verfahren versprechen Transparenz, objektive Beurteilungsmöglichkeiten und mehr Entscheidungsqualität. Nach ihrem Siegeszug in Amerika haben sie mittlerweile auch universitäre Regierungstechniken und akademische Wahrheitspolitiken in Europa umgestaltet und »unternehmerische Universitäten« hervorgebracht. Der Band untersucht die Bedeutung dieser Veränderungen für die Geschlechterdynamiken an Hochschulen, für Karriereverläufe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, für Gleichstellungspolitiken und die Gender Studies und fragt, wie diese selbst in jene Dynamiken eingebunden sind.

 

Am Podium diskutieren die Herausgeber*innen und Autor*innen:

Sabine Hark (TU Berlin) und Johanna Hofbauer (WU Wien), Katharina Kreissl (TUM), Angelika Striedinger (Renner Institut, Wien) und Birgit Sauer (Uni Wien)

Moderation:

Eva Flicker (Uni Wien)

 

Mobilität trotz Klimawandel oder Wohlstand trotz Grenzen des Wachstums. Die ganz großen Herausforderungen, genauso wie unsere alltäglichen Bedürfnisse, rufen nach innovativen Lösungen von kreativen Führungskräften.  Im Masterstudium Leading Innovative Organizations (LIO) bekommst du Tools an die Hand, die dich befähigen, aus Ideen neue Produkte, Dienstleitungen und Prozesse zu entwickeln.

Digitalisierung und Globalisierung sind die großen Treiber in der Jagd um die Lösungen von morgen. Erfolgreich ist, wer diese Megatrends versteht und mit mutigen Entscheidungen die Entwicklung proaktiv gestaltet. Gemeinsam schärfen wir deine Skills, damit du in diesem rasant wachsenden Spannungsfeld, flexibel und lösungsorientiert in deinen Managemententscheidungen bleibst.

Wir richten uns an High Potentials, GründerInnen sowie angehende oder schon etablierte Führungskräfte in Unternehmen und auch anderen Organisationen (z.B. NPOs, Think Tanks oder Interessensvertretungen), die diese Herausforderungen souverän meistern wollen.

Alle genaueren Informationen unter:
https://www.jku.at/studium/studienarten/master/ma-leading-innovative-organisations/

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The ability to be mobile despite climate change or enjoy prosperity despite the growth limits…
Creative business leaders need to find innovative solutions to not only address the immense challenges we face, but to also accommodate our everyday needs.
The Master’s degree program „Leading Innovative Organizations (LIO)“ provides you with the expertise you need to turn your ideas into new products, services, and processes.

Digitization and globalization are driving the search to find tomorrow’s solutions. Successful business leaders understand these megatrends and work proactively to shape the future by making strong – and sometimes daring – decisions. We work together with you to hone your skill set so that your business decisions remain flexible and solution-oriented in this rapidly growing and exciting field.

The program has been designed for high potential students, budding entrepreneurs as well as aspiring or already established business leaders at companies and other organizations (such as NPOs, think tanks, or interest groups) who aim to confidently master the business challenges of the future.

More informations:
https://www.jku.at/en/degree-programs/degree-programs/masters-degree-programs/ma-leading-innovative-organizations/

Call for Abstracts

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Countdown läuft…!

In 7 Tagen endet die Einreichfrist für die Abstracts für Momentum19: Widerspruch.


Inzwischen steht auch schon bei den meisten Tracks fest, wer die Trackmoderation übernehmen wird.
Einen Überblick über die Tracks sowie die Trackleitungen von Momentum19:Widerspruch finden Sie hier.


Die eingereichten Abstracts sollen einen Überblick über den geplanten Kongressbeitrag geben,
ca. zwei A4-Seiten umfassen und bis spätestens 12. April 2019 bei anmeldung@momentum-kongress.org einlangen.

Bitte geben Sie bei der Einreichung des Abstracts den gewünschten Track (sowie einen Alternativ-Track) an.

Für Fragen stehen wir jederzeit gerne unter office@momentum-kongress.org zur Verfügung.

Alle Informationen zu Momentum19: Widerspruch finden Sie auch auf unserer Website.

Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen, 

Barbara Blaha (Politische Leitung)
Leonhard Dobusch (Wissenschaftliche Leitung)

 

 

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Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, begutachtete („peer review“)  Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge (siehe dazu die Richtlinien für Beitragseinreichung) und über Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

 

Globale Städte und nachhaltige Entwicklungsziele: Wie werden aus Orten der Entkoppelung und der Ausbeutung Orte der sozialen Inklusion?

Albert Denk

Abstract:

Das Konzept der globalen Stadt beschreibt den Entkoppelungsprozess zwischen Städten und ihren Territorialstaaten. Globale Städte agieren in einer Art Städtenetzwerk, das durch seine ökonomischen Tätigkeiten nahezu losgelöst von staatlichen Eingriffen operiert. Zudem vollziehen sich Prozesse der Ausbeutung natürlicher Ressourcen und transnationaler Arbeitskräfte, die eine Entkoppelung zusätzlich stärken. Mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen wurde eine Agenda geschaffen, die eine Entwicklung von nachhaltigen Städten unter dem Gesichtspunkt der sozialen Inklusion anstrebt. Dieser Beitrag zeigt am Beispiel globaler Städte auf, an welche Grenzen die territorial-staatlich ausgerichteten SDGs gelangen, mit besonderem Blick auf transnationale Prozesse, global operierende Arbeit und globale Migrationsbewegungen. Dabei wird das Entwicklungsziel #11 genauer untersucht und folgenden Fragen nachgegangen: Wie können Prozesse der sozialen Inklusion in globalen Städten gestärkt werden? Und welches Potenzial liegt dabei in den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen?
Schlagworte: Globalisierung; Entwicklungsziele; Städte; Nachhaltigkeit; Inklusion

Die demokratische Gleichheit des Loses: Aus der Nische des Rechtswesens zurück in die Polis“

Tamra Ehs

Abstract:

Das Losverfahren, ein Klassiker der politischen Ideengeschichte, kommt seit einiger Zeit wieder zum Einsatz. Überall dort, wo die repräsentative Demokratie eine Vertrauenskrise erlebt, treten vermehrt geloste Bürgerräte auf den Plan. Sie sollen Menschen in den politischen Prozess bringen, die nicht schon von selbst AktivbürgerInnen sind, und eine nicht-populistische Maßnahme zur Partizipation bieten. Ausgehend von einem ideengeschichtlichen und historischen Überblick erläutert der Beitrag, wie das Losverfahren während der Entwicklung moderner Staaten allein im Rechtswesen überdauerte, nun aber angesichts der Demokratiekrise wiederentdeckt und befördert wird, um mehr demokratische Gleichheit und höhere Legitimation politischer Entscheidungen zu erlangen.
Schlagworte: Bürgerrat; Demokratie; Gleichheit; Losverfahren; Partizipation

Michael Feichtinger

Abstract:

Ausgehend von Gilles Deleuzes und Félix Guattaris Weiterentwicklung der marxistischen Theorie des Kapitalismus in Tausend Plateaus lege ich dar, wieso bestimmte Widerstandsstrategien im Paradigma des kognitiven Kapitalismus nicht fruchtbar sein können und worin ihre Schwächen liegen. Im Anschluss an diese Kritik stelle ich Anna Tsings anthropologische Studie über die Matsutakepflücker_innen als ein Emanzipationsmodell vor, welches Transitionsmöglichkeiten in eine post-kapitalistische Gesellschaft in hyper-prekären Arbeitsbedingungen verortet. Die Arbeiter_innen von Amazons Mechanical Turk werden hierbei als äquivalentes Prekariat im kognitiven Kapitalismus diskutiert, da auch sie ihre eigene Destruktionslinie erschaffen. Abschließend zeige ich, dass der linke Akzelerationismus gewissermaßen eine in der Theorie selbst kaum explizierte Radikalisierung von Tsings Appell des Prekär-Werdens darstellt. Zusammenfassend soll damit eine mögliche Perspektive aufgezeigt werden, wie diese neue und spekulative Emanzipationsstrategie wieder an ein Ende des Kapitalismus und eine post-kapitalistische Welt denken lassen.
Schlagworte: Deleuze; Guattari; Akzelerationismus; Prekarität; Kapitalismus

„Gleichbehandeln ist nicht immer gerecht behandeln“: Migrantische Studierende an Schweizer Fachhochschulen im Spannungsfeld von Differenzerfahrungen und Handlungsstrategien

Maritza Le Breton, Martin Böhnel

Abstract:

Im Fokus dieses Beitrags stehen Ergebnisse aus einem laufenden Forschungsprojekt zur „Internationalisierung an Fachhochschulen der Deutsch- und Westschweiz“. Im ersten Fachhochschulgesetz 1995 wurde die internationale Ausrichtung als Verpflichtung für den neuen praxisorientierten und berufsqualifizierenden Hochschultypus der Fachhochschulen festgehalten. Während die mit der Internationalisierung einhergehenden institutionellen Veränderungen auch an den universitären Hochschulen in der Schweiz noch wenig erforscht sind, fehlen Untersuchungen für die Fachhochschulen bisher noch weitgehend. Mit dieser Forschungslücke beschäftigt sich das Forschungsprojekt. Die Studie befasst sich aus ungleichheitstheoretischer Perspektive mit Rahmenbedingungen und Konsequenzen hochschulischer Internationalisierung unter besonderer Berücksichtigung von Migration und Geschlecht, wobei der Fokus auf den Bereich der Hochschullehre resp. die Studienbedingungen gerichtet wird.
Schlagworte: Gender und Migration in der Hochschulbildung; migrantische Studierende; Ungleichheits- und Differenzverhältnisse; Hochschul- und Fachhochschulforschung