CfP Zeitschrift für Diversitätsforschung Call for Papers zum Themenschwerpunkt „Diversitätsforschung: Von der Rekonstruktion zur Disruption?“ der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management.

Call for Papers als pdf.

Für dieses Heft wollen wir Forschungsbeiträge gewinnen, die sich empirisch wie theoretisch mit dem Potenzial diversitätssensibler bzw. -affirmativer Praktiken beschäftigen, die Möglichkeiten intersektional angelegter Identitätspolitiken diskutieren oder Konzepte wie Inklusion, Teilhabe oder Partizipation aus explizit diversitätsaffirmativer Perspektive weiterentwickeln. Es geht also um die Beschäftigung mit und das Ausloten von konkret „lebbaren“ Alternativen in bestimmten Kontexten (Organisationen, Gesellschaft, etc.), die Differenzen als Fundament menschlicher (Ko-)Existenz voraussetzen anstatt eines zu adressierenden Problems.

Es gibt unterschiedliche Textkategorien: wissenschaftliche Beiträge (35.000 bis 45.000 Zeichen inklusive Leerzeichen), Forschungsskizzen und Positionen (12.000 bis 15.000 Zeichen inklusive Leerzeichen) oder Praxisbeiträge (12.000 bis 15.000 Zeichen inklusive Leerzeichen). Die Deadline für Beiträge ist je nach Art der Einreichung entweder der 1.12.2018 oder 1.02.2019.

Nachfragen richten Sie bitte vorab an zdfm@budrich-journals.de

Hans Matthöfer PreisDie Hans-und-Traute-Matthöfer-Stiftung in der Friedrich-Ebert-Stiftung schreibt zum fünften Mal den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik aus. Er wird im Frühjahr 2019 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen. Das Preisgeld beträgt 10.000,- Euro.

Spätestens seit Ausbruch der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise ist es offensichtlich, dass die bisherigen wirtschaftspolitischen Modelle und viele gängige Rezepte an ihre Grenzen stoßen. Nur durch eine größere Theorienvielfalt, durch Methodenpluralismus und durch Interdisziplinarität kann der wissenschaftliche Wettstreit um die besten und richtigen ökonomischen Ideen, Modelle und Politikempfehlungen gelingen. Mit dem Preis wollen die Initiator_innen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler_innen ehren, die jenseits der volkswirtschaftlichen Standardtheorie oder des makroökonomischen Mainstreams neue Antworten auf die großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen suchen.

Bis zum 30. September 2018 können Bücher, Beiträge aus Zeitungen, Zeitschriften, Sammelbänden und Blogs nominiert werden, die nicht mehr als 12 Monate vor dem 30. September 2018 erschienen sind. Autor_innen können sich nicht persönlich um den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik bewerben, sondern müssen nominiert werden. Das Nominierungsformular finden Sie unter: Nominierungsformular.

Aus den eingegangenen Nominierungen ermittelt die Jury die Gewinnerin oder den Gewinner. Die Mitglieder der Jury sind: Prof. Dr. Peter Bofinger (Wirtschaftsweiser), Thomas Fricke (Chefökonom der European Climate Foundation, Kolumnist auf SPIEGEL ONLINE) und Dr. Brigitte Preissl (Chefredakteurin der Fachzeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics).

Informationen zum Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik finden Sie auf unserer Internetseite: Matthöferpreis.

07.12.2018 an der Technischen Universität München.

Viele Veranstaltungen und Trainings befassen sich mit Unconscious Bias und Stereotypen als Ursachen, ohne jedoch Lösungen aufzuzeigen, wie diese verändert werden können.

Unser Call for Posters ruft auf zur Einreichung von Studien und Befunden zu (Geschlechter)Stereotypen, MINT und Digitalisierung, für eine Posterpräsentation (siehe Call for Posters im Anhang). Die Einreichungsfrist für ein Abstract (max. 500 Wörter, zzgl. Titel und Autoreninformationen) ist der 15. August 2018. Bitte zu senden an Stefan Fischer, stefan.b.fischer@tum.de

Diese Konferenz widmet sich daher ganz der Frage, wie (Geschlechter)stereotypen und Unconscious Biases effektiv überwunden werden können – durch Maßnahmen in Medien, Bildung. Wissenschaft und Wirtschaft. Neben ersten Ergebnissen unseres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „MINT@Work“ (FKZ: 01FP1711) erwarten Sie spannende Vorträge und Podiumsdiskussionen, u.a. mit der Schauspielerin Maria Furtwängler, Volker Herres (Programdirektor ARD), Prof. Dr. Hannah Riley Bowles (Harvard University), Oberstudiendirektor Heinz-Peter Meidinger (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes), Teresa Bücker (Chefredakteurin EditionF) sowie Prof. Dr. Petra Schwille(Direktorin des Max-Planck-Institut für Biochemie). Weitere Informationen finden Sie im angehängten Programm.

Bitte melden Sie sich direkt hier zu unserer Konferenz an.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Es gilt das Prinzip „first come, first served“ – die Platzanzahl ist begrenzt.

Quarterly Logo

Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Abstract:

In jüngster Zeit wurde auf internationaler Ebene ebenso wie in verschiedenen Ländern eine Vielzahl alternativer Indikatoren gesellschaftlichen Wohlstands und Fortschritts entwickelt. Den Ausgangspunkt bildete eine Kritik des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als vermeintlich aussagekräftiger Wohlstandsindikator. Alternative Indikatoren sollen dabei Fortschritte und Probleme der Realisierung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit sowie unterschiedliche Dimensionen von Lebensqualität abbilden. Entsprechend können sie als Einsatzpunkte für ein sozial-ökologisch erweitertes Wohlstandsverständnis bzw. für eine lebensqualitäts- und wohlstandsorientierte Politik betrachtet werden, mit der die Orientierung an Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit infrage gestellt werden kann. Doch obschon zahlreiche (Kollektiv-)Akteure über solche Kennzahlen verfügen, ist ihr politischer Impact bislang beschränkt. Mittels einer interpretativen Policy-Analyse geht es in diesem Beitrag um strategische Möglichkeiten einer besseren institutionellen Verankerung sozial und ökologisch nachhaltiger Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik in Österreich.
Schlagworte:Wohlstandsindikatoren; Kritik am BIP; alternative Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik; lebensqualitäts- und wohlstandsorientierte Politik; interpretative Policy-Analyse

In 10 Jahren Nullemissionen? Widersprüche im Paris-Abkommen und ihre Auflösung. Zugleich zu Vorsorgeprinzip und überschätzten Klimaszenarien.

Felix Ekardt, Anika Zorn, Jutta Wieding

Abstract:

Das Pariser Klima-Abkommen vom Dezember 2015 erfährt öffentlich viel Kritik. Dabei wird seine äußerst ambitionierte Zielsetzung übersehen, die die globale Erwärmung verbindlich auf 1,5–1,8 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau begrenzt. Der Beitrag zeigt in der Schnittmenge offener naturwissenschaftlicher Prognosefragen mit dem rechtlichen Vorsorgeprinzip auf, dass damit ein Weg zu globalen Nullemissionen innerhalb kürzerer Zeit als meist angenommen rechtsverbindlich vorgeschrieben ist. Ferner wird deutlich, dass die Politik sogar auf eine Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze ausgerichtet werden muss – und dass rechtlich gesehen bei Existenzfragen wie dem Klimawandel nur eine Politik, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Temperaturgrenze einhält, zulässig ist. Das stellt auch die vermeintlichen Klimavorreiter EU und Deutschland vor große Herausforderungen. Nach dem Gesagten müssen Deutschland und die EU im Rahmen der regelmäßigen Anpassung der eigenen Reduktionszusagen gemäß dem Paris-Abkommen ihre Verpflichtungen rasch und drastisch nachschärfen.
Schlagworte: Paris-Abkommen; Klimawandel; Klimaschutz; Menschenrechte; Vorsorgeprinzip; Klimaszenarien

Prepaid-Stromzähler: Erfahrungen aus der NutzerInnen-Perspektive von Haushalten in Deutschland

Oliver Wagner, Julia Wiegand

Abstract:

Energiearmut ist ein Phänomen, welches in Deutschland, wie auch in anderen Ländern des Globalen Nordens, in den letzten Jahren immer häufiger beobachtet werden kann. Zunehmend werden Prepaidzähler (engl. Prepayment Meter) von Energieunternehmen als Instrument eingesetzt, um KundInnen mit Zahlungsrückständen bzw. häufig auftretenden Zahlungsschwierigkeiten zu managen. Das Phänomen der Energiearmut in Deutschland ist relativ jung und damit die Anzahl der Prepaidzähler noch niedrig. Somit sind Erfahrungen in diesem Zusammenhang in Deutschland rar. Nachfolgend werden die Ergebnisse der ersten wissenschaftlichen Befragung von Haushalten mit Prepaidzählern in Deutschland (im Bundesland Nordrhein-Westfalen) analysiert. Dabei zeigt sich, dass Prepaid-Systeme für Strom für die betroffenen Haushalte mit erheblichen Alltagsveränderungen verbunden sind. Vorteilhaft ist, dass die Haushalte trotz bestehender Strom-Schulden weiterhin mit Energie versorgt werden können, dass sie über eine bessere Kostenkontrolle verfügen und dass sie Stromsparpotenziale erschließen können. Zu den wesentlichen Nachteilen zählen die hohen Kosten, der Aufwand für das Aufladen des Guthabens und dass Versorgungsunterbrechungen dennoch stattfinden, jedoch nicht erfasst werden. Insgesamt ergab die Studie eine hohe Zufriedenheit der Haushalte mit Prepaidzähler, es besteht jedoch Regulierungsbedarf seitens des Gesetzgebers in Deutschland.
Schlagworte: Prepaidzähler; Energiearmut; Armut; Stromschulden; Stromsperre; Smart Meter; Ordnungsrahmen

Angelika Frühwirth, Ana Mijić

Abstract:

Wer bleiben möchte, hat sich anzupassen; wer ansprechen möchte, hat spezifischen Idealen zu entsprechen; wer leben möchte, hat zu funktionieren. Ausgehend von diesen, in den Werken dreier Wiener Autorinnen mit „Jugoslawien“-Bezug identifizierten „Gesetzen“ einer erstarrten Wirklichkeit, widmet sich dieser Beitrag der Frage, wie Selbstbilder in verdinglichten Systemen entworfen werden und wie viel Platz dabei individuellen Freiheiten noch vorbehalten bleibt. Der literaturwissenschaftlichen Analyse dieser Werke wird die hermeneutische Interpretation von Gesprächen mit Menschen mit Migrationserfahrung dialogisch gegenüber gestellt. Dabei zeigen sich wesentliche Analogien zwischen dem Umgang der RomanprotagonistInnen mit einer erstarrten Wirklichkeit und den in den Interviews auftauchenden Strategien zum Entwurf von diasporischen Identitäten: Assimilation, Überkompensation, Erstarrung oder Resignation lassen sich sowohl aus den Romanen als auch aus den Interviews rekonstruieren. Hier und dort manifestieren sich aber auch widerständige Momente. Durch die gezielte Erzeugung von Reibung bemächtigen sich die im Inner[Außer]Halb Positionierten wieder der Kontrolle über ihre eigene Identität.
Schlagworte: Identität(en); Fremdheit/Entfremdung; Reibung/Konflikt

Bildschirmfoto 2018-06-26 um 13.23.18zum 7. Workshop der Initiative Care.Macht.Mehr, der als länderübergeifende Tagung mit der Abteilung für Gesellschaftstheorie und Sozialanalysen am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz

am 14. und 15.2.2019 in Linz/Österreich

veranstaltet wird.

Die Zukunft des Sorgens und der Sorgearbeit

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Die europäischen Sorgeregime sind seit Jahrzehnten in weitreichenden Veränderungen begriffen. Sie sind Teil der tiefgreifenden Transformationen des Kapitalismus, die sich beginnend in den 1970er Jahren, nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus ab 1989 und in der folgenden Phase der Globalisierung, nach der Finanzkrise 2008/9 und im Zuge der seitherigen Austeritätspolitiken zeigen.

Während mit der Rede von Sorge- und Reproduktionskrisen Gefährdungen der Selbst- und Fürsorge skandalisiert worden sind, die vor allem nach 2008 in neuer Form sichtbar geworden waren, bewegt sich die seitherige gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatte zwischen den Polen von Dystopie und Utopie. Das betrifft die Frage, wie Sorge und Sorgearbeit ausgestaltet sind und wie Anforderungen und Ansprüche an gute Sorge und Sorgearbeit darin anerkannt oder missachtet werden. Es bezieht sich aber auch auf die Fragen nach der Zukunft des Sorgens und der Sorgearbeit, in denen Visionen einer entmenschlichten Welt der Sorgetechnologien Visionen eines solidarischen Miteinanders gegenüberstehen.

Sorgedystopien und -utopien bilden in gewisser Weise die Pole des Nachdenkens über die Zukunft des Sorgens und der Sorgearbeit. Was als dystopisch oder utopisch betrachtet wird, variiert jedoch und die Sorgepraxis bewegt sich in der Regel zwischen den Polen im Bereich des Machbaren und vernachlässigt das Visionäre. Daher lädt die Veranstaltung zum Nachdenken über die Zukunft des Sorgens und der Sorgearbeit ein, indem sie nicht nur die Pole, sondern auch das breite Spektrum dazwischen abzuschreiten versucht.

Fragen:

Die Veranstaltung will ausloten, wie Sorge und Sorgearbeit der Gesellschaft und der Wissenschaft an und zwischen den Polen der Dystopien und Utopien zum Thema geworden sind. Die Fragen lauten: Wie werden Sorge und Sorgearbeit ausgestaltet? Welche Herrschaftsverhältnisse und soziale Ungleichheiten machen sich darin bemerkbar? In welcher Weise verbinden sich mit der Ausgestaltung des Sorgens Kritiken der bestehenden Sorgeformen und alternative Vorstellungen? Welche Vorstellungen gelingender Selbst- und Fürsorge werden entwickelt? In welcher Weise berühren und verändern sie soziale Ungleichheiten und Herrschaftsverhältnisse? Gibt es zukunftsweisende Beispiele aus der Praxis?

Themenblöcke:

  • Selbst- und Fürsorge durch Digitalisierung
  • Neue Sorgemärkte und Sorgeextraktivismus
  • Sorgen zwischen Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung
  • Sorgepolitiken und Wege in die sorgende Gesellschaft

Einreichung von Abstracts, Kosten, Ort, VeranstalterInnen:

Abstracts im Umfang von maximal 400 Wörtern einschließlich Kontaktdaten der Einreichenden werden erbeten bis 15.9.2018 an:

Die Auswahl und die Benachrichtigung über die Annahme erfolgen bis zum 15.10.2018. Bei Tagungsteilnahme wird vor Ort eine Pauschale von 40 EUR für die Pausenverpflegung erhoben werden; weitere Tagungsgebühren fallen nicht an. Reise- und Unterkunftskosten werden nicht erstattet. Ein Zimmerkontingent im Gästehaus der Universität zur Selbstbuchung wird reserviert werden.

Konferenzort:

Johannes Kepler Universität Linz, Uni-Center UC, Festsaal B und BR 1, 6, Altenberger Str. 69, 4040 Linz/Österreich, https://www.jku.at/

VeranstalterInnen:

Care.Macht.Mehr: Claudia Gather, Bernhard Weicht

Institut für Soziologie, Abteilung für Gesellschaftstheorie und Sozialanalysen: Brigitte Aulenbacher, Michael Leiblfinger, Veronika Prieler

Forschungswerkstatt zu affektiven Methodologien mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Christine Hentschel 6. bis 7. Dezember 2018 (Universität Wien)

Organisation: Brigitte Bargetz, Katja Chmilewski, Myriam Gaitsch, Maria M. Mayer

(Institut für Politikwissenschaft)

Im Zuge des affective turn gewinnt auch in den Sozialwissenschaften die Auseinandersetzung mit Affekten, Emotionen und Gefühlen zunehmend an Bedeutung. So spielen mittlerweile Emotionen in zahlreichen Forschungsfeldern eine stetig wachsende Rolle. Doch wie lassen sich affektive Aspekte von Arbeit, von Staat, Organisationen und Institutionen, von Mobilisierungsprozessen und sozialen Bewegungen sowie von Subjektivierungsweisen überhaupt empirisch untersuchen? Wie lassen sich Aussagen über das de/mobilisierende Potential spezifischer Gefühle wie Solidarität, Empathie, Wut, Scham, Neid oder Angst treffen und welche methodischen Zugänge helfen ‘uns’ dabei, diese Gefühle überhaupt erst greifbar zu machen?

Welche Rolle etwa spielen Affekte, Emotionen und Gefühle für soziale Bewegungen und politische Mobilisierung? Mit welchen methodischen Zugängen lassen sich die affektiven Dimensionen von individuellen Widerstandspraktiken bis hin zu kollektiven Mobilisierungsprozessen in den Blick nehmen? Welchen Beitrag leistet eine affektorientierte empirische Analyse von Arbeit und damit verbundenen Ungleichheitsverhältnissen? Welche widerständigen Praktiken zeigen sich in einer solchen Analyse? Wie können die Machtdimensionen affektiver Praktiken auch in Texten sicht- und fühlbar gemacht werden?

Diese und zahlreiche andere Fragen werden die Teilnehmer*innen dieser Forschungswerkstatt ausgehend von ihren empirischen Arbeiten gemeinsam mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Christine Hentschel (Universität Hamburg) diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie anschließend an affekttheoretische Überlegungen empirisch gearbeitet werden kann bzw. welche Anknüpfungspunkte sich für empirische Analysen des Affektiven ergeben. Unterschiedliche Zugänge zu Affekten, Emotionen und Gefühlen verlangen dabei auch nach einer kritischen Auseinandersetzung mit und einer methodologischen Weiterentwicklung von bestehenden sozialwissenschaftlichen Methoden.

Die Forschungswerkstatt gliedert sich in eine öffentliche Abendveranstaltung mit Inputs von Encarnación Gutiérrez Rodríguez und Christine Hentschel und einen eineinhalbtägigen Workshop, bei dem im Vorfeld verschickte Texte sowie Papers der Teilnehmer*innen gemeinsam diskutiert werden. Der Schwerpunkt der Präsentationen kann sich auf Erhebungsprozesse oder auf die Analyse beziehen. Ebenso können methodische und methodologische Überlegungen zur Arbeit mit Affekten, Emotionen und Gefühlen zur Diskussion gestellt werden.

Einreichung von Abstracts

(Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen (PhD-Studierende, Post Docs), die sich (sozialwissenschaftlich) mit affektiven Methodologien beschäftigen und die ihre methodischen Zugänge zu Affekt, Emotion und Gefühl in den eigenen (empirischen) Arbeiten diskutieren und gemeinsam weiterdenken wollen, sind herzlich eingeladen, sich für eine Teilnahme an der Forschungswerkstatt zu bewerben. Wir bitten um Abstracts zum geplanten Paper (300-350 Wörter plus Kurz-CV) bis spätestens 30. Juni 2018 an katja.chmilewski@univie.ac.at. Der Abgabetermin für die Papers (15.000-20.000 Zeichen) ist der 31. Oktober 2018. Die Teilnehmer*innen werden im Juli 2018 über eine Zusage informiert. Leider können keine Reise- und Aufenthaltskosten übernommen werden.

Kooperation

Bereich Governance & Gender (Institut für Politikwissenschaft), IPW Lectures (Institut für Politikwissenschaft), Eva Flicker (Institut für Soziologie), Forschungsschwerpunkt Gender & Transformation (Fakultät für Sozialwissenschaften)

Foto Dohnal Archiv2004, anlässlich ihres 65. Geburtstages, überreichten die SPÖ-Frauen Johanna Dohnal als „Geburtstagsgeschenk“ Teilstipendien in Höhe der Studiengebühr für ein Semester. Ein solches Teilstipendium erhielten damals vier Studentinnen. Mit diesem Geburtstagsgeschenk wurde die Arbeit Johanna Dohnals, der die Ausbildung von Mädchen und Frauen stets ein zentrales politisches Anliegen gewesen ist, gewürdigt und gleichzeitig ein Zeichen gegen Studiengebühren und für den freien Zugang zu öffentlichen Bildungsinstitutionen gesetzt.
Inzwischen hat die Vergabe von Johanna-Dohnal-Teilstipendien (seit 2006: Förderpreisen) schon Tradition. Seit 2006 werden, wenn auch nicht jährlich, zusätzlich Johanna-Dohnal-Stipendien vergeben, die es einer Studentin ermöglichen sollen, ein halbes Jahr an einem Dissertationsprojekt zu forschen oder zu schreiben.

Die mit der Vergabe der Preise und Stipendien verbundenen Tätigkeiten obliegen dem Verein „Johanna Dohnal Archiv“. Anzahl und Höhe der zu vergebenden Preise beziehungsweise Stipendien sind von den jeweils vorhandenen Spenden/SponsorInnengeldern abhängig.

Richtlinien für die Vergabe:
Johanna-Dohnal-Förderpreise werden vergeben an Studentinnen bzw. Absolventinnen von österreichischen Hochschulen und Universitäten für Master- bzw. Diplomarbeiten oder Dissertationen (egal in welchem Stadium sich diese befinden),
• welche die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie fördern
• eine Vorbildwirkung auf Mädchen und Frauen in Ausbildung und Studium haben.

Das Johanna-Dohnal-Stipendium, das 2019 ebenfalls vergeben werden wird, unterliegt denselben Kriterien, es richtet sich aber speziell an Dissertantinnen.

Bewerbungen:
Bewerbungen sind bis 16. August 2018 sowohl per Post als auch per E-Mail zu richten an:

Johanna Dohnal Archiv
Rechte Wienzeile 97
1050 Wien

archiv@johanna-dohnal.at

Erforderliche Unterlagen:
• Lebenslauf (nachname_cv.*)
• Abstract mit maximal 7.500 Zeichen (nachname_abstract.*) des zu unterstützenden Projektes bzw. der zu prämierenden Abschlussarbeit, das folgende Informationen enthält,
* in welcher Weise die Arbeit den Förderkriterien entspricht
* Themenstellung
* Methodenwahl und -begründung
* Forschungsstand
* Relevanz der (zu erwartenden) Ergebnisse der Arbeit bzw. der künstlerischen Präsentation.
Gegebenenfalls ein Exemplar der fertigen Arbeit (nachname_masterarbeit.*; nachname_dissertation.*)
• Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Bewerberin.

Die Ausschreibung online: http://johanna-dohnal.at/johanna-dohnal-foerderpreis

GCG LogoThe GCG-Fellowship-Programme, founded in 2015, invites applications for Visiting Research Fellowships between four and twelve months. The Centre aims to foster interdisciplinary activities in Gender and Queer Studies and build international collaborations.

Target Group for GCG-Fellowships

The GCG welcomes innovative junior and distinguished senior researchers holding a doctorate (in exceptional cases: end of PhD stage) from Gender/Queer Studies or related fields with clear links to gender research, national as well as international.

To ensure the best work conditions, potential candidates should search for potential hosts in advance (see GCG website for potential partners http://www.uni-goettingen.de/en/mitglieder-und-angeh%C3%B6rige/489361.html, but also other partners from our university are possible). We encourage candidates to clarify with potential hosts as early as possible the conditions of their research stay (access to workplaces, infrastructure, teaching, talks, etc.).

Type of Fellowship-Programme

The GCG-Fellowship is a non-stipendiary fellowship, as the GCG has at the moment unfortunately no opportunities to fund or financially support external guests or research visits. Therefore, we strongly recommend potential candidates to examine national and international opportunities for funding research visits in advance (see GCG website/International office for links to potential travel grants https://www.uni-goettingen.de/en/219851.html and for example DAAD https://www.daad.de/en/). Successful candidates will receive a letter of invitation for a non-stipendiary fellowship to be be used for external funding applications. In order to encourage interdisciplinary exchange and collaboration, fellows are invited to meet members of the GCG, join the events (co-)organized by the GCG, and are expected to present a paper at least once during their stay. No payment of a university/administration fee is required.

Teaching a course (28h/term as weekly or block course) in the BA- or MA program “Gender Studies” is required to receive a GCG fellowship including access to the university’s infrastructure, the library etc. Exceptions to this might be regulated by the funding bodies/travel grants and will of course be considered.

Length of stay

Minimum 4 months – maximum 12 months.

Short-term visits (2 weeks to max. 3 months) at the GCG should be clarified outside the common fellowship.

Requirements

Applicants need to identify 1 or 2 possible hosts (members of the GCG) that will provide the visiting scholar with a work place and access to the internet and other facilities. In cases the applicant has not yet identified an interested host, the GCG is willing to serve as mediator.

Application

A. Cover letter

B. CV (including information on professional background, list of publication, copies of certificates)

C. 2 pages of a brief statement indicating the research project during the fellowship period, and preferred start and end dates, collaborations planned with the host

D. Letter of invitation and specification of collaboration from the host from University of Göttingen/University Medical Center Göttingen

Please note that we only accept digital applications (PDF file, max. 2 MB).

Deadline

Deadline for application is 31th of May of each year.

Please send your digital application to: info@gcg.uni-goettingen.de

Request can be send to the Director or the research coordinator, see: http://www.uni-goettingen.de/en/480339.html

IFK Logo IFK_Research Fellowships sind für WissenschafterInnen im Postdoc-Stadium vorgesehen. Qualifizierte Anträge können unabhängig von Nationalität und institutioneller oder fachlicher Zugehörigkeit des Bewerbers oder der Bewerberin gestellt werden. Bei gleicher Qualifikation werden österreichische BewerberInnen bevorzugt.

Dauer und Finanzierung:

Research Fellowships werden für ein akademisches Semester (1. Oktober bis 31. Jänner oder 1. März bis 30. Juni) vergeben.

IFK_Research Fellowships beinhalten eine Aufwandsentschädigung von max. € 2.325,- monatlich (€ 75 /Tag) sowie einen Arbeitsplatz am IFK mit EDV und Internet-Zugang. Für Fellows mit ordentlichem Wohnsitz außerhalb Wiens werden die einmaligen An- und Abreisekosten nach bzw. von Wien und freie Unterbringung in einem 35 m2-Appartement für eine Person übernommen. Kosten für Kranken- und Sozialversicherung sind von den Fellows zu tragen.

Call als pdf

Die Entscheidung der Auswahlsitzung wird Ihnen spätestens bis zum 7. Dezember 2018 mitgeteilt.

Bewerbungsbeginn: 7. Mai 2018

Bewerbungsende: 1. Juli 2018

Alle Calls des IFK finden sich hier – IFK/Calls

 

Marking the hundredth anniversary of Luxemburg’s murder in January 1919, this conference turns towards her political philosophy and discusses her philosophical arguments at the intersection with more strategic, historical, and sociological considerations. We invite paper proposals for papers on, but not limited to, the following topics:

  1. Socialist liberty: How would a Luxemburgian liberal socialism looks like and how defensible is it?
  2. The poverty of reformism: What are her reasons for opposing reformism? What currency do those reasons have in contemporary capitalist societies?
  3. The future of revolution: How does Luxemburg justify the emphasis on workers‘ self-emancipation? Are her considerations applicable to contemporary circumstances?
  4. Council democracy: How does she conceptualize participation, representation and delegation within this system? and how could it operate in a large and complex society? In which ways is this model still desirable and applicable today?
  5. Capital accumulation and imperialism: Is Luxemburg’s description of how new markets need to be opened up by imperialistic force and colonial rule convincing and maybe applicable to our times as well?

We invite papers discussing philosophical questions within or close to the described topics or any other area of the political theory and philosophy of Rosa Luxemburg. Please submit an anonymized 300 – 500 word abstract suitable for blind review by July 1st.

Infos:

  • E-Mail Adresse für Einreichungen: rosa@post.tu-dortmund.d
  • Deadline: 01.07.2018
  • Call-Bezeichnung: Call for Papers
  • Ort: Humboldt Universität zu Berlin
  • Datum: 10.01.2019
  • Uhrzeit: 10:00 Uhr
  • Ende: 11.01.2019 18:00
  • Veranstaltende Institution: Christian Neuhäuser (TU Dortmund University) et al

CfP als PDF

Einsender

Name: Robin Celikates

E-Mail-Adresse: r.celikates@uva.nl