Call for Papers Grafik Please find below the Call for Papers for a Special Issue in Organization Studieson “Open Organizing in an Open Society? Conditions, Consequences and Contradictions of Openness as an Organizing Principle” (PDF), co-edited by Georg von Krogh, Violetta Splitter, Peter Walgenbach, Richard Whittington and Leonhard Dobusch. In case you are interested to submit a paper to the Special Issue, please also consider to submit a short paper version of it to the upcoming EGOS sub-theme 55 on “Open Organizing for an Open Society? Connecting Research on Organizational Openness . Submitting authors are not in any way obliged to participate at this sub-theme, and papers presented at the sub-theme are not guaranteed publication in the Special Issue. We just see this sub-theme as an opportunity to develop papers for submission. Deadline for submitting short papers to the EGOS sub-theme is January 14, 2019, deadline for submitting manuscripts to the Special Issue in Organization Studies is November 30, 2019.

 

Organization Studies: Special Issue Call for Papers

Open Organizing in an Open Society? Conditions, Consequences and Contradictions of Openness as an Organizing Principle

Editors: Leonhard Dobusch, Georg von Krogh, Violetta Splitter, Peter Walgenbach, Richard Whittington

Submission Deadline: Nov 30, 2019

 

For more detailed information visit the Website of ConJunction, Organization Studies Innsbruck Community.

 

Submitting your paper

Please submit your manuscript through the journal’s online submission system (mc.manuscriptcentral.com/orgstudies). You will need to create a user account if you do not already have one, and you must select the appropriate Special Issue at the “Manuscript Type” option. The Special Issue Editors handle all manuscripts in accordance with the journal’s policies and procedures; they expect authors to follow the journal’s submission guidelines (journals.sagepub.com/home/oss). You can submit your manuscript for this Special Issue between 15th and 30th of November 2019.

For further information please contact Violetta Splitter (violetta.splitter@uzh.ch), Leonhard Dobusch (Leonhard.Dobusch@uibk.ac.at) or one of the other editors. For administrative support and general queries, you may contact Sophia Tzagaraki, Managing Editor of Organization Studies, at osofficer@gmail.com.

Logo Arbeit Bewegung GeschichteArbeit-Bewegung-Geschichte. Zeitschrift für historische Studien* bereitet ein Schwerpunktheft vor zum Thema: *Klasse und Geschlecht*

Anbei finden Sie den Call for Articles. Der Call darf und soll auch gern an Interessierte weitergeleitet werden.

*Frauenbewegungen* und soziale Kämpfe um Arbeit*

„[…] jede Art der Ausbeutung und Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Klasse, eine Partei, eine [sic!] Geschlecht oder eine Rasse“. So beschrieb die deutsche Sozialdemokratie im Erfurter Programm von 1891 die Strukturen, gegen die sich ihre Politik wandte. Das Dokument kann als eines der ersten intersektionalen Programme der politischen Linken gelten. Auch marxistische Klassiker wie Friedrich Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ (1884) oder Bebels „Die Frau und der Sozialismus“ (1879) klammerten sich nicht an die vorgefundenen Geschlechterordnungen der proletarischen Zielgruppe.
Stattdessen kritisierten sie diese und brachten sie mit anderen Diskriminierungsformen zusammen. Anstatt populistisch dem Volk aufs Maul zu schauen, bemühte sich die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts „Klasse“ – und damit sich selbst – als Bewegung zu formen. Ob sie deshalb bereits als Arbeiter/Innen/bewegung gelten kann, ist eine der Fragen, denen wir uns im Rahmen unseres Sonderheftes widmen wollen.

Trotz der Berufung auf objektive Gesetze der Geschichte war die Formierung einer proletarischen Klassenidentität, wie sie E. P. Thompson beschrieben hat, ein aktiver Prozess, der gelingen konnte, indem der bereits existierenden bürgerlichen Frauenbewegung von den Proletarierinnen und ihren Ideengeberinnen wie Clara Zetkin ein eigener Entwurf gegenübergestellt wurde. Dennoch blieb für politische Frauen das sprichwörtliche „Unbehagen in der Klasse“. Von der klassischen Bewegung vor 1914 bis hin zur neuen Frauenbewegung der 1960-/70er-Jahre entstanden immer wieder Konflikte um das Verhältnis von Klasse und Geschlecht. Wenn es mehrere Möglichkeiten gab, gesellschaftsverändernde Protestidentitäten zu bilden, warum sollte dann „Klasse“ der Vorrang gebühren? Binnenkämpfe waren die Folge dieses Ringens um das „Wir“ der Emanzipation – manchmal produktiv, oft genug aufreibend für alle Beteiligten. Zugleich aber, auch das zeigt die jüngere Forschung, gab es vielfältige personelle Überschneidungen und Kooperationen zwischen
Arbeiter- und Frauenbewegung.

*Frauenbewegungen und historische Zäsuren*

Als 1968 der „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“ den Sozialistischen Deutschen Studentenbund mit ei­nem Tomatenwurf zur Debatte über „die Frauenfrage“ zwang, waren die internen und externen Auseinandersetzungen der sozialistischen und proletarischen Frauenbewegungen vor der Zäsur durch Krieg und Faschismus bereits weitgehend vergessen. Eine neue Generation von Frauen entdeckte – auch im Privaten – das Politische, hatte jedoch nur wenige biografische Vorbilder und kaum organisatorische Kontinuität, an die sie anknüpfen konnte. Zusätzlich verkompliziert wurde das durch die Blockkonfrontation des Kalten Krieges: Staatliche Massenorganisationen traten in der DDR und den anderen Ländern des Staatssozialismus das Erbe der Frauenbewegung an – teils heftig bekämpft von ihren Schwestern im Westen, die den „Staatsfeminismus“ als reinen Transmissionsriemen ansahen.

Ganz selbstverständlich sprechen wir heute von unterschiedlichen Phasen der Frauen- und Arbeiterbewegung bzw. der feministischen Bewegung, einer /ersten/ von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1933 und einer /zweiten/ ab den 1960er-Jahren. Außerdem gab es die Zeiten dazwischen mit ihren wieder eigenen Spezifika. Hinzu gesellt sich eine /dritte/ Phase seit den 1990er-Jahren. Eine neue Generation von Frauen jenseits der Blockkonfrontation dekonstruiert seitdem die Kategorie „Frau“ selbst.
Das „andere Geschlecht“, einst fixe Größe und einzig in seiner Hierarchisierung umstritten, löste sich auf in eine Skala divergierender Identitäten. Deren Verhältnis zueinander ist bis heute umkämpft – das kämpfende Subjekt selbst wurde fragwürdig, auch deshalb, weil schwarze Frauen und Frauen aus ehemals kolonisierten Ländern die Definitionsmacht eines rein weißen, „westlichen“ Feminismus infrage stellten.

Vielfach galten diese Konflikte als Wasserscheiden und brandneue „turns“. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die Auseinandersetzung um divergierende Identitäten nicht erst in den 90er Jahren einsetzte. US-amerikanische FeministInnen etwa verbanden schon früh die Frauenbewegung mit dem Kampf um die Abschaffung der Sklaverei.
Sowohl Niederlagen wie die Zerschlagung der Arbeiterbewegung in Deutschland und Österreich ab 1933/34, als auch die Integration durch Teilerfolge führten jedoch dazu, dass in der /longue durée/ die Geschichte der Arbeiter- und Frauenbewegungen und des Feminismus eher eine von Brüchen als von Kontinuitäten ist.

Unser Schwerpunktheft will anhand der Kategorien „Klasse“ und „Geschlecht“ nach diesen Brüchen, aber auch nach den unter ihnen verschütteten langen Linien und den Überschneidungen fragen. Wir suchen quellenbasierte Beiträge, die sich dem Verhältnis von Arbeiter- und Frauenbewegungen weltweit widmen. Der Zeitrahmen reicht dabei von den Anfängen der sozialistischen Arbeiter- und Frauenbewegung im 19.
Jahrhundert bis in die Gegenwart, aber auch Beiträge zur Geschlechterdynamik frühmoderner sozialer Proteste sind willkommen.
Vorausgesetzt wird eine historische Perspektive, die Vorläufer und Kontinuitäten mitdenkt. Transnationale und international vergleichende Arbeiten sind erwünscht, ebenso diachrone Gegenüberstellungen sowie verflechtungsgeschichtliche Untersuchungen.

*Mögliche Themen sind u.a.:*

  • Geschlechterdiskurse bzw. Verhandlung von Geschlecht in Theorie und Praxis linker Bewegungen weltweit;
  • Frauen als Akteurinnen von Sozialprotesten und Klassenformation im 18. und 19. Jahrhundert;
  • die Trennung von Produktion und Reproduktion und die bürgerliche Eigentumsordnung, sowie die sozialistische Antwort in Form einer „sozialistischen Frauenemanzipationstheorie“ (Richard Evans);
  • Interventionen in die Rechtsordnung (Wahlrecht, Familienrecht, Arbeitsrecht, Organisationsverbote etc.);
  • das Verhältnis von Frauen zu linken Parteien, ihren Vorfeldorganisationen und Spaltungen: von Repression über erste Funktionsträgerinnen bis hin zu Debatten um Quotierungen und Doppelspitzen;
  • das Verhältnis von Frauen zu (Lohn-)Streiks und Gewerkschaften;
  • Streiks im /care/-Bereich und Frauen(general)streiks, wie 1975 in Island, 1991 in der Schweiz oder 1994 in Deutschland;
  • Vergeschlechtlichung von Gewalt: das Verhältnis von Frauen zu Militanz, „Propaganda der Tat“ und Pazifismus;
  • die Entwicklung des Feminismus und die damit verbundene Aufwertung der weiblichen Subjektivität als Protestidentität sowie das Verhältnis von Frauenbewegung und Feminismus;
  • Periodisierungs- und Abgrenzungsprobleme: biografische, theoretische und organisatorische Brüche sowie Kontinuitäten zwischen den verschiedenen Phasen bzw. Generationen der Frauenbewegungen;
  • das Verhältnis sozialistischer und proletarischer Frauenbewegungen zu anderen emanzipatorischen Bewegungen, beispielsweise der Antisklavereibewegung.

*Form und Fristen*

Wir bitten bis zum 31. Dezember 2018 um die Einreichung aussagekräftiger Exposés im Umfang von bis zu 2.500 Zeichen, aus denen Thematik, Methode und Quellenbasis des geplanten Artikels hervorgehen. Auf Grundlage der Exposés werden wir gezielt Beiträge anfordern. Die Abgabefrist für die ausgearbeiteten Artikel ist der 31. März 2019. Rezensionen und Dokumentationen zu thematisch passenden Veröffentlichungen sind ebenso willkommen. Alle Beiträge durchlaufen vor der Veröffentlichung ein internes Begutachtungsverfahren(review), erst nach Einreichung und Begutachtung der Endfassung erfolgt die Publikationszusage. Beiträge für Arbeit-Bewegung-Geschichte werden nicht honoriert. Manuskripte bitte per Email, vorzugsweise als doc-Datei einsenden. Die ausgearbeiteten Beiträge sollen 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen nicht überschreiten.
Bitte beachten Sie unsere Hinweise für AutorInnen.

*Kontakt und Abgabe:*

cfp@arbeit-bewegung-geschichte.de

*Der Zeitplan in Kürze:*

Einreichung von Exposés: 31. Dezember 2018

Einreichung fertiger Beiträge: 31. März 2019

Veröffentlichung des Schwerpunkthefts: September 2019

ILPC 2019 Logo

General Call for papers

 

The 37th International Labour Process Conference (ILPC) will be held in Vienna, Austria, from 24 to 26 April 2019. Each year the ILPC brings together researchers from a variety of countries with the objective of enhancing our understanding of contemporary developments relating to work and employment. The conference organizers welcome papers on any issue concerning the analysis of labour processes, labour markets, labour organising and labour reproduction.

 

The 2019 conference will additionally focus on ‘Fragmentations and Solidarities’ in contemporary work and employment relations. Recent developments in the economy and society challenge the institutional frameworks of employment, accelerating the ongoing processes of deregulation and flexibilisation. This reiterates segregation along the lines of gender, ethnicity and qualifications and creates new formal and symbolic boundaries within the workforce. Furthermore, transnational forms of work organization and global value chains modify and partly intensify the divisions of labour, deepening the unequal distribution of wealth, ecological hazard, and risk to health and social security among employees in the world. Global inequality, in return, pushes workers to leave their home countries and migrate to adjacent or more distant formal or informal labour markets, raising the issue of solidarity within and between the formally and informally employed workforces. Finally, new technologies appear to increase their impacts in uncertain directions: augmenting the share of knowledge work and improving skill levels, threatening jobs, and/or increasing the pressure on workers and the scope of managerial control. There is considerable risk of new fragmentations of employment according to different skill levels, forms of contract and locations of work. A key aim of the conference is to use labour process analysis to understand the varied mechanisms that produce fragmentations in work and employment relations, and to explore the foundations of solidarity on the level of individuals, of collective action, and on the level of national and supra-national policies. This also includes a focus on how changes in the labour process and in employment relations impact on wider societal and political developments.

ESPA.net Logo

CALL FOR PAPERS für die kommende 3. Forschungskonferenz SOZIALPOLITIK, die von 25.-26. APRIL 2019 an der Universität Innsbruck stattfindet.

Wir möchten Sie hiermit herzlich zur 3. Forschungskonferenz von ESPAnet Austria – dem Netzwerk von Sozialpolitikforscher_innen in Österreich – einladen. Wiewohl sozialpolitische Themen im öffentlichen Diskurs stark vertreten sind, ist der wissenschaftliche Austausch, basierend auf Forschung und Analyse, noch ausbaufähig. Sozialpolitikforschung in Österreich ist ein multi‐ und transdisziplinäres Feld, das sich aus verschiedenen Disziplinen mithilfe unterschiedlicher theoretischer und methodologischer Perspektiven mit einem breiten Themenspektrum auseinandersetzt. Die Forschungskonferenzen von ESPAnet Austria sollen dazu beitragen, den wissenschaftlichen Diskurs zu vertiefen und den Austausch über disziplinäre, theoretische und methodologische Differenzen hinweg zu verbessern.

Die Konferenz findet diesmal von 25.‐26. April 2019 an der Universität Innsbruck statt.

Call for Papers (als pdf DE/EN)

Wir laden etablierte Forscher_innen ebenso wie Nachwuchsforscher_innen (Doktorats‐ bzw. PhDStudierende) sehr herzlich ein, sich am Call for Papers zu beteiligen und Abstracts zu ihren sozialpolitischen Forschungsthemen einzureichen. Da uns der Austausch über Disziplinengrenzen hinweg besonders wichtig erscheint, laden wir Kolleg_innen aus den unterschiedlichen Fachdisziplinen ein, ihre theoretischen oder empirischen Arbeiten in einem multidisziplinären Umfeld zur Diskussion zu stellen. Besonders auch junge Forscher_innen werden ermutigt, ihre Arbeiten einzureichen. Thema der Forschungskonferenz sind die Sozialpolitikforschung in Österreich und die Sozialpolitikforschung zu Österreich, Analysen in regionaler, staatlicher oder vergleichender Perspektive wie auch im europäischen oder globalen Kontext.

Abstracts

Abstracteinreichungen sollten die folgenden Aspekte beinhalten:

  • Titel des Papers
  • Name der Autor_innen
  • Abstract mit Informationen zu Hintergrund und Forschungsfrage, Methode bzw.
  • Vorgehensweise, Ergebnisse und Diskussion (Umfang: max. 300 Worte)
  • Institution, Post‐ und E‐Mail‐Adressen der Autor_innen
  • Einreichungen sind bis 18. November 2018 möglich.

Bitte Abstracts in Word‐Format per E‐Mail an espanetaut2019@uibk.ac.at schicken.

Organisatorisches zur Konferenz

  • Termin: 25.‐26. April 2019 (ab bzw. bis mittags um eine An‐ bzw. Abreise am jeweiligen Tag zu ermöglichen)
  • Ort: Universität Innsbruck (SOWI, Universitätsstraße 15)
  • Konferenzgebühr: € 50
  • Konferenzsprachen sind deutsch und englisch
  • Lokale Organisation: Bernhard Weicht, Institut für Soziologie, Universität Innsbruck
  • Website: www.uibk.ac.at/soziologie/espanetaut2019/

Quarterly Logo

Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Abstract:

Der Weg zu einer religiös vielfältigen Gesellschaft war in Österreich langwierig und von vielen Schwierigkeiten geprägt, nicht zuletzt von bestimmten religionspolitischen Konstellationen. Die offizielle Anerkennung der Islamischen Glaubensgemeinschaft im Jahr 1979 markiert den Beginn religiöser Pluralität, die in den vergangenen Jahrzehnten noch deutlich zugenommen hat. Ob religiöse Vielfalt einen echten Impuls zur Weiterentwicklung einer offenen Gesellschaft vermitteln kann, hängt allerdings auch vom Verständnis des Begriffs „Religion“ ab, von der vorausgesetzten religionspolitischen Option sowie von konkreten religionstheologischen Modellen, die die Vielfalt von Religionen je anders bewerten. Religionen können gesellschaftliche Lernprozesse initiieren, was zum Beispiel den Umgang mit Fremden oder die Ausbildung eines sozialen Gewissens betrifft. Dieser Lernprozess bedarf allerdings politischer Unterstützung im Bereich der Bildung sowie der Inklusion.
Schlagworte: Religion; Vielfalt; Postsäkularität; Religionspolitik; Offene Gesellschaft

Das Unbehagen mit der repräsentativen Demokratie: Demokratievertrauen und Reformwünsche in Österreich

Ines Grössenberg, Markus Pausch

Abstract:

Die österreichische Demokratie ist nach allen relevanten Demokratiemessungen eine der besten der Welt. Auch im zeitlichen Vergleich hat sie sich nach objektiven Kriterien deutlich verbessert. Dennoch zeigt sich seit einigen Jahren, dass die Bevölkerung mit dem Funktionieren der repräsentativen Demokratie in Österreich (wie auch in anderen europäischen Staaten) immer weniger zufrieden ist und der Demokratie insgesamt weniger Vertrauen entgegenbringt. Dieser Artikel analysiert einige der gängigen Erklärungen für den Vertrauensverlust und zeigt die Reformwünsche der Bevölkerung entlang verschiedener soziodemografischer Merkmale auf. Dazu werden Daten aus repräsentativen Umfragen herangezogen, die 2008 und 2016 im Auftrag des Zentrums für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg erhoben wurden. Diese Daten werden untereinander und mit anderen Daten aus EU-SILC, dem Eurobarometer sowie Instrumenten zur Demokratiequalität wie dem Freedom House Index oder dem Demokratiebarometer verglichen.
Schlagworte: Demokratie; Demokratiequalität; Demokratievertrauen

Wirtschaftspolitische Positionen österreichischer Parteien im historischen Verlauf: Die Ausgestaltung österreichischer Parteiprogrammatiken hinsichtlich neoliberalen Gedankenguts

Christian Grimm

Abstract:

Diese Arbeit analysiert die Grundsatzprogramme der einflussreichsten österreichischen Parteien (ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne) vor dem Hintergrund einer historisch gewachsenen Hegemonie des Neoliberalismus. Mittels einer vergleichenden Längsschnittanalyse wird der Einfluss der neoliberalen Wende in den späten 1970ern auf die Inhalte der Programmatiken identifiziert. Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass die aktuellen Programme aller vier Parteien neoliberalen Standpunkten näherstehen als ihre analysierten Vorgängerschriften. Gleichwohl konnten Variierungen bei der Intensität der Annäherung nachgewiesen werden.
Schlagworte: Österreichische Parteiprogrammatiken; marktliberale Prinzipien; Neoliberalismus; Wirkungsmacht ökonomischer Theorien

Andreas Lichtenberger, Kenya Price, Marce Spinner

Abstract:

Der Beschluss von CETA repräsentiert eine neue Entwicklung im Bereich der Freihandelsabkommen. Basierend auf der „Trade for All“ Agenda der Europäischen Kommission soll durch entsprechende Handelspolitik die Erreichung der UN-Ziele zu nachhaltiger Entwicklung befördert werden. Inwiefern die Einbindung von nachhaltiger Entwicklung in CETAs „Trade and Sustainable Development“-Kapitel erfolgt ist, soll Teil dieses Beitrags sein. Im methodologischen Forschungsrahmen des kritischen Realismus werden Ansätze struktureller und diskursiver Selektivität herangezogen, zuzüglich Beispiele aus dem Feld der Landwirtschaft, um CETA auf seinen nachhaltigkeitsfördernden oder -beschränkenden Charakter zu analysieren. Zu den Ergebnissen zählen potentiell schützende Elemente wie die Integration des Vorsorge-Prinzips, des Rechts auf Regulierung und eines Streitschlichtungsmechanismus, welcher zudem die Zivilgesellschaft sowie unabhängige Experten einbindet. Obwohl Regulierungen im Zusammenhang der nachhaltigen Entwicklung als umfassende und verbindliche Vorschriften beschrieben werden, lassen ihre Formulierungen viel Spielraum und adressieren keine klaren Sanktionen im Falle gesetzlicher Übertretungen.
Schlagworte: Handelspolitik; nachhaltige Entwicklung; CETA

Die AK setzt sich aktiv für die Interessen ihrer Mitglieder ein. Zur Verstärkung unserer Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik suchen wir ab sofort eine/n MitarbeiterIn in der Abteilung Wirtschafts­wissenschaft.

Aufgaben

  • wissenschaftliche Publikationstätigkeit (Journals, Sammelbände etc.)
  • Aufbereitung und Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse in der breiten Öffentlichkeit und in Medien
  • Auf- und Vorbereitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Positionen für die Gremien der Arbeiterkammer
  • Lehr- und Vortragstätigkeit an Hochschulen sowie außeruniversitär (Gewerkschaften, NGOs etc.)
  • Vergabe und Betreuung von externen Studien
  • Organisation von Konferenzen, Veranstaltungen, Workshops etc.
  • Vernetzung mit der facheinschlägigen Wissenschaft, Sozialpartner sowie NGOs

Anforderungen

  • sozial- oder wirtschaftswissenschaftlicher Studienabschluss
  • abgeschlossenes sozial- oder wirtschaftswissenschaftliches Doktoratsstudium von Vorteil
  • Beschäftigung mit ArbeitnehmerInnen-relevanten Fragestellungen
  • Erfahrung in der Anwendung quantitativer Methoden und statistischer Software
  • Vertrautheit mit sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Theorien unterschiedlicher Denkschulen, besonders mit (Post)Keynesianischer Makroökonomie oder anderen heterodoxen Ansätzen
  • großes Interesse an wirtschafts- und sozialpolitischen Fragestellungen
  • Teamfähigkeit
  • Eigeninitiative

Gehalt          

  • ab € 3.198,60 brutto/Monat je nach konkreter Qualifikation und Berufserfahrung

Bewerbung

Wenn Sie darüber hinaus den Gedanken der ArbeitnehmerInnenvertretung als wichtig und sinnvoll erachten und bereit sind, sich dafür einzusetzen, richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Angabe Ihrer Telefonnummer bis längstens 8.10.2018 an:

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

15.Sep.2018

IFK_Junior Fellowship

IFK Logo Junior Fellowships für DissertantInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. nicht-österreichische DoktorandInnen, die an österreichischen Universitäten betreut werden (bis zum 35. Lebensjahr).

Beim Dissertationsvorhaben muss es sich um ein interdisziplinäres Forschungsprojekt aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften handeln, das sich kulturwissenschaftlicher Fragestellungen und Verfahren bedient.

Forschungsprojekte können, müssen sich aber nicht auf den aktuellen Themenschwerpunkt des IFK beziehen.

IFK_Junior Fellowships beinhalten ein monatliches Stipendium in der Höhe von € 1.200 und einen Arbeitsplatz am IFK mit EDV und Internet-Zugang; der Erhalt des Stipendiums ist an den Aufenthalt am IFK gebunden, mehr als eine geringfügige Fremdtätigkeit ist neben dem Stipendium nicht möglich. Kosten für Kranken- und Sozialversicherung werden vom IFK nicht übernommen.

Eine erfolgreiche Bewerbung ermöglicht die Teilnahme an dem für das darauf folgende Studienjahr vorgesehenen IFK_Auslandsstipendienprogramm.

Bewerbungsbeginn: 01. Dezember 2018
Bewerbungsende: 20. Januar 2019

CfP Zeitschrift für Diversitätsforschung Call for Papers zum Themenschwerpunkt „Diversitätsforschung: Von der Rekonstruktion zur Disruption?“ der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management.

Call for Papers als pdf.

Für dieses Heft wollen wir Forschungsbeiträge gewinnen, die sich empirisch wie theoretisch mit dem Potenzial diversitätssensibler bzw. -affirmativer Praktiken beschäftigen, die Möglichkeiten intersektional angelegter Identitätspolitiken diskutieren oder Konzepte wie Inklusion, Teilhabe oder Partizipation aus explizit diversitätsaffirmativer Perspektive weiterentwickeln. Es geht also um die Beschäftigung mit und das Ausloten von konkret „lebbaren“ Alternativen in bestimmten Kontexten (Organisationen, Gesellschaft, etc.), die Differenzen als Fundament menschlicher (Ko-)Existenz voraussetzen anstatt eines zu adressierenden Problems.

Es gibt unterschiedliche Textkategorien: wissenschaftliche Beiträge (35.000 bis 45.000 Zeichen inklusive Leerzeichen), Forschungsskizzen und Positionen (12.000 bis 15.000 Zeichen inklusive Leerzeichen) oder Praxisbeiträge (12.000 bis 15.000 Zeichen inklusive Leerzeichen). Die Deadline für Beiträge ist je nach Art der Einreichung entweder der 1.12.2018 oder 1.02.2019.

Nachfragen richten Sie bitte vorab an zdfm@budrich-journals.de

Hans Matthöfer PreisDie Hans-und-Traute-Matthöfer-Stiftung in der Friedrich-Ebert-Stiftung schreibt zum fünften Mal den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik aus. Er wird im Frühjahr 2019 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen. Das Preisgeld beträgt 10.000,- Euro.

Spätestens seit Ausbruch der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise ist es offensichtlich, dass die bisherigen wirtschaftspolitischen Modelle und viele gängige Rezepte an ihre Grenzen stoßen. Nur durch eine größere Theorienvielfalt, durch Methodenpluralismus und durch Interdisziplinarität kann der wissenschaftliche Wettstreit um die besten und richtigen ökonomischen Ideen, Modelle und Politikempfehlungen gelingen. Mit dem Preis wollen die Initiator_innen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler_innen ehren, die jenseits der volkswirtschaftlichen Standardtheorie oder des makroökonomischen Mainstreams neue Antworten auf die großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen suchen.

Bis zum 30. September 2018 können Bücher, Beiträge aus Zeitungen, Zeitschriften, Sammelbänden und Blogs nominiert werden, die nicht mehr als 12 Monate vor dem 30. September 2018 erschienen sind. Autor_innen können sich nicht persönlich um den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik bewerben, sondern müssen nominiert werden. Das Nominierungsformular finden Sie unter: Nominierungsformular.

Aus den eingegangenen Nominierungen ermittelt die Jury die Gewinnerin oder den Gewinner. Die Mitglieder der Jury sind: Prof. Dr. Peter Bofinger (Wirtschaftsweiser), Thomas Fricke (Chefökonom der European Climate Foundation, Kolumnist auf SPIEGEL ONLINE) und Dr. Brigitte Preissl (Chefredakteurin der Fachzeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics).

Informationen zum Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik finden Sie auf unserer Internetseite: Matthöferpreis.

07.12.2018 an der Technischen Universität München.

Viele Veranstaltungen und Trainings befassen sich mit Unconscious Bias und Stereotypen als Ursachen, ohne jedoch Lösungen aufzuzeigen, wie diese verändert werden können.

Unser Call for Posters ruft auf zur Einreichung von Studien und Befunden zu (Geschlechter)Stereotypen, MINT und Digitalisierung, für eine Posterpräsentation (siehe Call for Posters im Anhang). Die Einreichungsfrist für ein Abstract (max. 500 Wörter, zzgl. Titel und Autoreninformationen) ist der 15. August 2018. Bitte zu senden an Stefan Fischer, stefan.b.fischer@tum.de

Diese Konferenz widmet sich daher ganz der Frage, wie (Geschlechter)stereotypen und Unconscious Biases effektiv überwunden werden können – durch Maßnahmen in Medien, Bildung. Wissenschaft und Wirtschaft. Neben ersten Ergebnissen unseres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „MINT@Work“ (FKZ: 01FP1711) erwarten Sie spannende Vorträge und Podiumsdiskussionen, u.a. mit der Schauspielerin Maria Furtwängler, Volker Herres (Programdirektor ARD), Prof. Dr. Hannah Riley Bowles (Harvard University), Oberstudiendirektor Heinz-Peter Meidinger (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes), Teresa Bücker (Chefredakteurin EditionF) sowie Prof. Dr. Petra Schwille(Direktorin des Max-Planck-Institut für Biochemie). Weitere Informationen finden Sie im angehängten Programm.

Bitte melden Sie sich direkt hier zu unserer Konferenz an.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Es gilt das Prinzip „first come, first served“ – die Platzanzahl ist begrenzt.